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Grundsicherung im Alter für 101.700 Ukrainer, nicht 190.000

Menschen, derren Einkommen nicht für den eigenen Lebensunterhalt ausreicht, haben in Deutschland Anspruch auf Sozialleistungen. Das gilt unabhängig vom Alter oder Nationalität. Im August 2026 wird nun in sozialen Medien behauptet, angeblich erhielten «190.000 Rentner aus der Ukraine» in der Bundesrepublik Grundsicherung im Alter.

Bewertung

Falsch. Nach jüngsten Zahlen, die sich auf Daten aus dem Herbst 2025 beziehen, waren es damals gerade einmal gut halb so viele.

Fakten

Am Ende des dritten Quartals 2025 erhielten nach jüngsten Angaben der Bundesregierung vom April 2026 hierzulande 101.700 Menschen aus der Ukraine Grundsicherung im Alter, nicht wie behauptet 190.000.

Die größte Gruppe unter den insgesamt 758.675 Empfängern und Empfängerinnen dieser Leistung waren demnach Deutsche (487.265), gefolgt von Menschen aus der Ukraine.

Was Grundsicherung bedeutet

Die Grundsicherung im Alter darf nicht mit der staatlichen Rente verwechselt werden, es sind verschiedene Systeme. Die Grundsicherung nach dem Vierten Kapitel des Sozialgesetzbuches XII gibt es für Menschen, die die Grenze für die Regelaltersrente erreicht oder überschritten haben, und deren Einkommen nicht ausreicht, um ihren Lebensunterhalt zu decken.

«Für einen Leistungsanspruch in der Grundsicherung im Alter […] ist es generell nicht von Bedeutung, ob jemand in der Vergangenheit Einzahlungen geleistet hat», stellte im Dezember 2023 der damalige Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil (SPD), klar.

Die Grundsicherung ist eine steuerfinanzierte Sozialleistung zur Existenzsicherung. Das heißt: Wer seinen existenznotwendigen Lebensunterhalt nicht aus eigenen Mitteln bestreiten kann, ist leistungsberechtigt. «Dies ist verfassungsrechtlich garantiert», so Heil. «Die Nationalität ist dabei nicht von Bedeutung.»

(Stand: 12.8.2026)

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Wirtschaft, Ukraine

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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