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Hape Kerkelings Großvater wurde nach historischen Berichten wegen Bandendiebstahls zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Die Behauptung «Von wegen KZ» ist jedoch falsch: Später kam er als politischer Häftling in das Konzentrationslager Buchenwald.
Fakten
Hape Kerkelings Großvater Hermann Anton Kerkeling war Kommunist und hatte im Frühjahr 1933 gemeinsam mit einem Genossen Flugblätter gegen das NS-Regime verteilt. Im Oktober 1933 wurde er wegen Bandendiebstahls zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Wenige Wochen später kam wegen «Vorbereitung zum Hochverrat» eine weitere Strafe von einem Jahr hinzu. Insgesamt musste Kerkeling damit neun Jahre in Zuchthaus und Arbeitslager verbringen.
Kerkelings Opa wurde 1942 ins KZ Buchenwald deportiert
Nach dieser Strafe kam er jedoch nicht frei. Anfang Mai 1942 ordnete die Gestapo Münster seine sogenannte Schutzhaft an. Am 2. Juli 1942 wurde Kerkeling in das KZ Buchenwald gebracht und dort als politischer Häftling registriert.
Der Historiker Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, verweist ebenfalls darauf, dass Kerkeling als Kommunist nach Buchenwald kam und dort als politischer Häftling geführt wurde.
Hermann Kerkeling überlebte das KZ und starb 1993
Kerkeling blieb fast drei Jahre im Konzentrationslager Buchenwald. Das Lager wurde am 11. April 1945 befreit. Kerkeling überlebte und wurde im Mai 1945 offiziell aus der Haft entlassen.
Insgesamt war Kerkeling also zwölf Jahre in Haft, wie die Arolsen Archives dokumentieren. Seine Geschichte umfasst damit sowohl eine Verurteilung wegen Bandendiebstahls als auch eine politische Verfolgung durch das NS-Regime. Er lebte noch fast fünf Jahrzehnte und starb am 2. Juni 1993 in Recklinghausen.
(Stand: 8.10.2026)
