Die Kostüme erinnern an die eigentlich freundliche Kinderbuchfigur «The Cat in the Hat», die Bilder wirken aber eher beunruhigend. In vielen Regionen Deutschlands machen Nutzer auf das Phänomen aufmerksam, in diesem Fall heißt es: «Aktuell wurde eine bislang unbekannte Person in Dessau, Dessau-Roßlau, Coswig, Wittenberg und Roßlau gesichtet bzw. beobachtet.» Aber handelt es sich um echte Aufnahmen?
Bewertung
Dieselben Bilder kursieren immer wieder mit unterschiedlichen Ortsangaben. Mindestens eines enthält ein Wasserzeichen, das auf eine Erstellung mit künstlicher Intelligenz (KI) hinweist.
Fakten
Wenn man Bilder, Videos oder Audio-Dateien mit KI erstellt, fügen mehrere Anbieter ein unsichtbares Wasserzeichen namens SynthID ein, unter anderem Google und OpenAI. Mit einem Detektor kann man prüfen, ob etwa ein Bild ein solches Wasserzeichen enthält.
Liest man damit das rechte der beiden Bilder aus, erkennt die Seite eine SynthID-Spur: «This media was made or edited with OpenAI.»
Ortsangaben variieren
Das Bild wird nicht nur im Kontext mit der Gegend um Dessau in Sachsen-Anhalt verbreitet, dieselbe Szene soll sich im saarländischen Völklingen und im nordrhein-westfälischen Köln ereignet haben. Die Bilder in den Artikeln sind als «mit KI überarbeitet» und als «mit KI erstellt» gekennzeichnet. Sie unterscheiden sich leicht von dem Bild im Facebook-Post.
In einem TikTok-Beitrag wird eine Variante mit größerem Bildausschnitt geteilt. Auch bei diesem Bild gibt der SynthID-Detektor an, dass es mit Hilfe von OpenAI erzeugt oder verändert wurde.
Gruseltrend beschäftigt Polizei
Doch es gibt noch mehr Bilder und Videos nach demselben Muster. Immer wieder beschäftigen derartige Meldungen die Polizei, nicht nur hierzulande, sondern auch beispielsweise in Irland und Großbritannien.
Was von manchen Kindern und Jugendlichen als Scherz verstanden werde, könne bei Betroffenen erhebliche Ängste auslösen, sagte Samir Abadi, Jugendkoordinator beim Polizeipräsidium Westhessen, der «Tagesschau». Auch die Polizei in Sachsen-Anhalt rät:
- nicht mitmachen
- keine Personen gezielt erschrecken oder verfolgen
- keine solchen Inhalte weiterverbreiten
- keine Wohnorte, Schulen, Namen oder andere persönliche Daten als «Ziel» veröffentlichen.
(Stand: 9.10.2026)
