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Studie über UV-Filter im Blut rät weiterhin zu Sonnencremes

Rund um Sonnenschutz und das Sonnenlicht kursieren in sozialen Medien regelmäßig irreführende Behauptungen. Aktuell wird in sozialen Medien verbreitet, Sonnencremes gingen «direkt ins Blut». Mit Verweis auf eine Studie der US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA aus dem Jahr 2020 soll bereits eine einzige Anwendung dazu führen, dass Inhaltsstoffe in Konzentrationen «weit über dem Grenzwert der FDA» im Blut nachweisbar seien. Diverse Social-Media-Posts raten daher zu einem Verzicht auf Sonnencremes.

Bewertung

Die FDA empfiehlt weiterhin die Verwendung von Sonnencremes. Zwar zeigen die Ergebnisse, dass bestimmte Wirkstoffe in den Blutkreislauf nachgewiesen werden können, aber sie beweisen demnach keine Gesundheitsgefahr. Die Studienmacher plädieren für eine weitere Forschung zu möglichen Auswirkungen.

Fakten

Die im Beitrag erwähnte FDA-Studie von 2020 untersucht, inwieweit Wirkstoffe aus handelsüblichen Sonnenschutzmitteln in den Blutkreislauf gelangen.

Alle sechs untersuchten Inhaltsstoffe (Avobenzon, Oxybenzon, Octocrylen, Homosalat, Octisalat, Octinoxat) konnten im Blut nachgewiesen werden. Ihre Konzentrationen lagen über einem von der FDA festgelegten Schwellenwert, der aber lediglich festlegt, wann weiterführende Sicherheitsuntersuchungen erforderlich sind.

«Diese Ergebnisse bedeuten jedoch nicht, dass auf die Verwendung von Sonnenschutzmitteln verzichtet werden sollte», stellen die Studienautorinnen und -autoren ausdrücklich klar.

Sonnenschutzmittel sind eine wissenschaftlich anerkannte und wirksame Maßnahme, um das Risiko für Hautkrebs zu senken und die Haut vor Sonnenbrand sowie weiteren UV-bedingten Schäden zu schützen.

Die Studie unterstreicht den Bedarf an weiterer Forschung zu den aufgenommenen Sonnencreme-Wirkstoffen. Sie stellt jedoch die nachgewiesene Schutzwirkung der Mittel gegen Hautkrebs durch UV-Einstrahlung nicht infrage.

(Stand: 29.7.2026)

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Gesundheit

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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