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Falsch. Bei den gezeigten Stimmzetteln handelt es sich um eine Fälschung. Die Landeswahlleitung Mecklenburg-Vorpommern bestätigte auf dpa-Anfrage, dass die AfD auf den Briefwahlunterlagen zur Landtagswahl 2026 zu finden sei.
Fakten
In dem Video ist ein Stimmzettel für den Wahlkreis 11 – Landkreis Rostock 1 zur Landtagswahl am 20. September 2026 in Mecklenburg-Vorpommern zu sehen. Beim Vergleich der gezeigten Unterlagen mit dem offiziellen Musterstimmzettel für den Wahlkreis 11 auf der Website der Landeswahlleitung Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich, dass die Namen der übrigen gelisteten Kandidaten und Kandidatinnen mit denen in dem Video übereinstimmen. Allerdings ist auf dem Musterstimmzettel sehr wohl auch die AfD vertreten – in der Zeile, die in dem Video fehlt.
Dass die AfD auf den Briefwahlunterlagen vorhanden und somit wählbar ist, bestätigte auch Landeswahlleiter Christian Boden auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die Fälschungen seien «wirklich gut gemacht» und orientierten sich an den Musterstimmzetteln. Man habe schlichtweg die Felder mit der AfD gelöscht.
Neben dem Video über den Wahlkreis 11 in Rostock kursieren noch weitere Beiträge, etwa ein Post auf X und ein Video auf TikTok, die Briefwahlunterlagen aus den Wahlkreisen 9 und 33 zeigen sollen. Laut Landeswahlleiter Boden seien die die Wahlleitungen der entsprechenden Wahlkreise informiert worden und hätten bestätigt, dass die AfD «natürlich auf allen Stimmzetteln zu finden ist.»
Bekannte Masche rund um Wahlen
Die Methode, es mit nachgebauten Fälschungen so aussehen zu lassen, als fehle die AfD auf Stimmzetteln, ist indes nicht neu. Bereits zur Bundestagswahl 2025 kursierte ein Video, in dem es hieß, die AfD sei in Leipzig nicht auf Briefwahlunterlagen gelistet gewesen. Auch das entpuppte sich als Fälschung.
Die deutschen Sicherheitsbehörden hatten schon 2025 Hinweise, dass die Fake-Videos über vermeintliche Manipulationen bei Stimmzetteln für die Bundestagswahl Teil einer russischen Desinformationskampagne sind. Konkret lägen Erkenntnisse vor, die auf «einen Bezug zu der mutmaßlich russischen Kampagne „Storm 1516“ hindeuten, weil die Verbreitungswege sehr ähnlich sind, weil diese Videos sehr ähnlich sind», sagte der ein Sprecher des Bundesinnenministeriums 2025
Der Bundesnachrichtendienst hatte im Dezember 2025 Russland als «zentralen Akteur» hinter dem «Kampagnennetzwerk Storm 1516» bezeichnet.
(Stand: 20.9.2026)
