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Ungarn: Dubiose Website verbreitet Falschbehauptung über angebliche Memoiren von Peter Magyars Ex-Frau
Am 12. April 2026 erlangte die konservative Tisza-Partei bei der ungarischen Parlamentswahl eine Zweidrittelmehrheit, womit der 16-jährigen Regierungsperiode der Fidesz-Partei unter Viktor Orban ein Ende gesetzt wurde. Während des Wahlkampfes kursierten verschiedene Falschbehauptungen über den Oppositionsführer Peter Magyar, wie etwa, dass seine frühere Ehefrau Judit Varga kurz vor der Wahl Memoiren publiziert hätte, in denen sie erhebliche Vorwürfe gegenüber Magyar öffentlich machte. Varga bestätigte gegenüber AFP, dass sie jedoch keine Autobiographie veröffentlicht hatte. Das angebliche Buch ist auf eine dubiose Website zurückzuführen, die das Erscheinungsbild einer Nachrichtenseite nachahmt.

Keine Täuschung: Von der Mondmission Artemis 2 existieren authentische Fotos und Videos
Nach rund zehn Tagen im All und einer historischen Umrundung des Mondes ist die Besatzung der Artemis‑2‑Mission am 10. April 2026 im Pazifischen Ozean gelandet. In sozialen Medien verbreitete sich anschließend ein angebliches Bild der Raumkapsel Orion, das Nutzerinnen und Nutzer als Hinweis auf eine Inszenierung der Mission werteten. Sie verwiesen dabei auf Merkmale, die auf eine Erstellung mithilfe Künstlicher Intelligenz hindeuten würden. Das kursierende Bild wurde tatsächlich mit KI erzeugt, wie Verifikationstools zeigen, stammt jedoch nicht von der US‑Raumfahrtbehörde Nasa. Offizielle Aufnahmen zeigen zudem, dass die Mission stattgefunden hat.

Nein, diese Fotos zeigen keinen ukrainischen Soldaten, der in Dubai durch einen iranischen Angriff getötet wurde
Der Iran-Krieg hatte Ende Februar 2026 mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik begonnen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte einen Monat später eine Verteidigungskooperation zwischen der Ukraine und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) an. Am selben Tag erklärte die iranische Armee, sie habe in den VAE ein Lager für ukrainische Drohnenabwehrsysteme zerstört, was die Ukraine dementierte. In diesem Kontext verbreiteten Nutzerinnen und Nutzer sozialer Medien das Porträt eines ukrainischen Soldaten und behaupteten, der Soldat sei nach einem iranischen Angriff in Dubai getötet worden. Doch die Fotos sind alt und zeigen einen bereits im Jahr 2024 in der Ukraine verstorbenen Soldaten.

Diese Behauptung zu Bentley-Verkäufen in der Ukraine ist irreführend
Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs im Jahr 2022 verbreiten kremlfreundliche Social-Media-Accounts regelmäßig falsche oder irreführende Behauptungen über die Ukraine. Im März 2026 kursierten Postings, in denen behauptet wird, dass im Europavergleich in Kiew am dritthäufigsten Autos der Marke Bentley verkauft wurden. Als Beweis dafür verweisen die Postings darauf, dass die Bentley-Filiale in Kiew den dritten Preis bei den jährlichen Händlerauszeichnungen gewonnen habe. Der Autohersteller erklärte jedoch, dass die Verkaufsdaten absichtlich falsch interpretiert und dargestellt wurden. Bentley habe im Jahr 2025 in der Ukraine im Vergleich zu anderen Ländern nur sehr wenige Autos verkauft.

Artemis 2: KI-Bilder fälschlich als Beleg für einen Greenscreen-Fake genutzt
Artemis 2 ist die erste bemannte Mondmission seit mehr als 50 Jahren. Doch online wird fälschlich behauptet, offizielle Bilder oder Videos der Artemis‑2‑Mission seien nicht im Weltraum entstanden, sondern vor einem Greenscreen aufgenommen worden. Dazu kursierten zwei KI-manipulierte Bilder der vierköpfigen Crew, die in einem Studio an Sicherungen zu hängen scheint. Als angeblicher Beweis wird auch ein Video geteilt, in dem eingeblendeter Text durch das offizielle Plüsch-Maskottchen der Reise hindurchscheint. Doch dabei handelt es sich laut einem Experten um eine fehlgeschlagene Textüberlagerung. Auf offiziellen Aufnahmen blieb das Plüschtier unverändert.

Spanien: Geldstrafe statt Haft für die Beleidigung von Religionen wie dem Islam
Das Verspotten von Religionen gilt in Spanien nach dem Strafgesetzbuch als Straftat. Behauptungen in sozialen Medien, wonach der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez angekündigt hätte, dass die Beleidigung des Islam mit fünf Jahren Gefängnis bestraft werde sind ebenso falsch wie ein dazu kursierendes Bild. Das entsprechende Gesetz sieht Geldstrafen, nicht Gefängnisstrafen vor, und wurde seit 1995 nicht geändert.