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Brutaler Angriff geschah in Russland – Täter ist Einheimischer

Das Überwachungsvideo eines brutalen Angriffs auf eine ältere Frau löst im Dezember 2025 in sozialen Netzwerken heftige Reaktionen aus. Der Clip, in dem ein Kurier der Frau unvermittelt mit dem Fuß ins Gesicht tritt, wird über deutschsprachige Accounts unter anderem mit Kommentaren wie «Fachkräfte» oder «… und nicht vergessen, weiterhin die Altparteien zu wählen» verbreitet. Damit wird der Anschein erweckt, die Szene habe sich in Deutschland ereignet, und ein Flüchtling sei involviert.

Bewertung

Falsch. Die Aufnahme stammt aus Russland. Die Polizei in Nowosibirsk hat den russischen Verdächtigen festgenommen.

Fakten

Die Aufnahme stammt nicht aus Deutschland. Etliche russische Medien berichten über den Vorfall am Leninplatz im Zentrum von Nowosibirsk.

Die Überwachungskamera zeigt, wie sich am 1. Dezember 2025 ein Mann mit grünem Kurier-Rucksack einer älteren Dame von hinten nähert und ihr ins Gesicht tritt. Durch die Wucht stürzt die Rentnerin und schlägt mit dem Kopf auf den Boden und gegen die Wand. Nach Angaben des Regionalmediums «NGS» wurde die 71-Jährige schwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

Irina Volk, die Sprecherin des russischen Innenministeriums, gab am 3. Dezember gegen Mittag auf ihrem Telegram-Kanal bekannt, dass der Mann am Hauptbahnhof in Nowosibirsk festgenommen und zur Polizeiwache gebracht worden sei. Kurz zuvor hatte sie gepostet, dass es sich bei dem Tatverdächtigen «um einen 28-jährigen Einheimischen» handle. Zu Behauptungen in einigen Medien und sozialen Netzwerken wie dieser, wonach der Verdächtige ausländischer Staatsbürger sei, erklärte die Sprecherin: Das «ist falsch».

Die Nachrichtenagentur Tass schreibt etwa am 4. Dezember, dass der Kurierfahrer seine Schuld gestanden habe. Demnach hat der Tatverdächtige der Polizei gegenüber behauptet, die Frau habe ihn beleidigt. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren unter anderem wegen Körperverletzung eingeleitet.

Mehrere russische Medien berichteten über den Fall und den Verdächtigen (hier, hier, hier oder hier). Dessen Mutter gab gegenüber «NGS» an, ihr Sohn habe eine psychische Erkrankung.

(Stand: 5.12.2025)

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Gesellschaft

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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