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Britischer «Cancer Act 1939» reguliert Werbung für Krebsbehandlungen

Krebstherapien öffentlich zu bewerben – etwa Fernsehwerbung für Chemotherapie – ist in Großbritannien verboten. Dies besagt der dortige «Cancer Act 1939». Manche User in sozialen Medien berufen sich jedoch auf dieses Gesetz und behaupten, dass «die #Heilung dieser Krankheit verboten» sei. Stimmt das?

Bewertung

Falsch. Das Gesetz verbietet keine Krebsheilung. Es reguliert ausschließlich die Werbung für Krebsbehandlungen. Demnach sollen Patienten vor unseriösen Heilversprechen geschützt werden.

Fakten

Der «Cancer Act 1939» ist ein britisches Gesetz, das 1939 erstmals beschlossen wurde. Darin ist zu lesen, dass vor allem der Umgang mit Werbung und Informationen über Krebsbehandlungen in Großbritannien geregelt werden soll. So heißt es übersetzt: Das Gesetz «(…) dient dem Verbot bestimmter Werbemaßnahmen im Zusammenhang mit Krebs und den damit verbundenen Zwecken.»

Es gibt aber Ausnahmen: In Abschnitt 4.a ist vermerkt, dass die Informationsweitergabe oder Werbung gerichtet an Parlamentsmitglieder oder registrierte Apotheker nicht strafbar ist. Da das Gesetz in Großbritannien verabschiedet wurde, gilt es ausschließlich im dortigen Verwaltungsgebiet – nicht in Amerika, wie in dem Sharepic behauptet wird.

Schutz für Betroffene

Laut eines Blogposts der britischen Organisation Cancer Research UK war es das Ziel des Gesetzes, Krebspatienten und Angehörige in emotionalen Notlagen zu schützen. Dabei geht es zum Beispiel um unseriöse Heilungsmethoden. Seit der ersten Verabschiedung 1939 ist das Gesetz mehrfach angepasst worden, wie auf der offiziellen Webseite archiviert ist. In Großbritannien wird zu Krebstherapien geforscht.

(Stand: 28.1.2025)

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Gesundheit

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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