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Laut der Polizei wurde noch während des Stromausfalls eine ältere Frau tot in ihrer Wohnung gefunden. Die andere Frau stürzte laut Polizei aber bereits rund eine Woche zuvor und starb später im Krankenhaus. Mit dem Stromausfall hat dieser Vorfall demnach nichts zu tun.
Fakten
Die Berliner Polizei spricht auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur von einem bisher bekannten Todesfall im Zusammenhang mit dem mehr als viertägigen Stromausfall im Südwesten der Stadt. Am Dienstagabend habe ein Angehöriger die Frau leblos in ihrer Wohnung gefunden. Im Rettungswagen sei vergeblich versucht worden, sie wiederzubeleben.
Polizei-Vizepräsident Marco Langner sagte bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, dass die Kriminalpolizei nicht feststellen konnte, ob der Tod auf einen Sturz oder auf den allgemeinen Gesundheitszustand der pflegebedürftigen Frau zurückzuführen sei. Daher sei eine Obduktion angeordnet worden. Im Netz hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits Mutmaßungen verbreitet, wonach die Frau versucht haben könnte, mit Holz zu heizen und sich dabei mit Rauch vergiftet habe. Doch bislang (Stand: 8. Januar) gibt es dafür keine Belege.
89-Jährige stürzte bereits eine Woche zuvor
In mehreren Beiträgen in den sozialen Netzwerken sowie auf Online-Portalen ist noch von einem weiteren Todesfall die Rede, zu dem es während beziehungsweise aufgrund des Stromausfalls gekommen sei. Auch auf die Witterungsverhältnisse wird dabei verwiesen: «Eine Frau rutschte bei Glätte und völliger Dunkelheit auf der Straße aus und verstarb. Ohne funktionierende Straßenbeleuchtung, ohne die Möglichkeit, Hilfe zu rufen – das Mobilfunknetz war ebenfalls zusammengebrochen», heißt es in einem Text. In einem Video wird von demselben Vorfall berichtet.
Doch wie ein Polizeisprecher der dpa sagte, kam es zu dem Unfall bereits mehrere Tage vor dem Stromausfall. Dieser hatte am Morgen des 3. Januar begonnen. Die Frau, eine 89-Jährige, stürzte laut Polizei bereits am 27. Dezember. Am 5. Januar starb sie infolge ihrer Verletzungen in einem Krankenhaus. Zuerst hatte das Portal «T-Online» über diese Richtigstellung der Polizei berichtet. Polizei-Vizepräsident Langner erwähnte den Fall am 7. Januar auf Nachfrage eines Journalisten ebenfalls.
Polizei: weitere Todesfälle nicht bekannt
Der zeitliche Ablauf schließt also aus, dass ihr Tod mit dem Stromausfall in Verbindung steht. Es ist auch unwahrscheinlich, dass in den Beiträgen ein ganz anderer Sturz gemeint sein könnte. Der Polizei ist kein weiterer solcher Vorfall aus den vergangenen Tagen bekannt.
Wo das Gerücht seinen Ursprung nahm, ist unklar. Das Magazin «Cicero» berichtete am 6. Januar unter Berufung auf «Insider» über den Unfall angeblich während des Stromausfalls, ergänzte aber, dass die Polizei «den Fall noch nicht bestätigen» wolle.
Weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Stromausfall sind der Polizei bislang (Stand: 8. Januar) nicht bekannt, wie der Sprecher auf dpa-Anfrage sagte.
(Stand: 8.1.2026)
