Bewertung
Nein, es handelt sich um KI-genierte Bilder.
Fakten
Der Clip ist nicht echt. Eine Videoversion mit 11 Sekunden Länge und hoher Auflösung enthält mehrere Hinweise, die die Aufnahmen als Werk von Künstlicher Intelligenz (KI) entlarven.
Die deutlichsten Fehler betreffen die Piloten: Zu Beginn des Videos ist bei einem Standbild bei Sekunde 1 nur ein Pilot im Cockpit zu sehen. Als die Schleudersitze ausgelöst werden, erscheint hinter diesem plötzlich ein zweiter Sitz. Der weitere Videoverlauf zeigt, dass bei Sekunde 2 beide Personen herausgeschleudert werden.
Als sich der Rauch verzieht, sitzt der zweite Pilot in der längeren Videoversion allerdings weiter im Cockpit und bewegt den Kopf – ein logischer Fehler. Der erste Pilot, der mit seinem Sitz nun vor dem Kampfjet liegt, steht nach wenigen Sekunden einfach auf, als weitere Personen herbeieilen. Er wirkt nahezu unverletzt.
Ein Vergleich mit echten Fotos von Kampfjets vom Typ Su-34 ergibt zudem: Das im KI-Clip dargestellte Cockpit passt nicht zum Flugzeugmodell. Die Piloten sitzen bei einer Su-34 nebeneinander, nicht hintereinander.
Aussage auf Englisch und eine fehlerhafte Zeitanzeige
Weitere Bildfehler, auch Artefakte genannt, sind in der Audiospur und der Zeitanzeige der Aufnahmen der Überwachungskamera zu finden:
- In der Tonspur ist zu hören, wie jemand auf Englisch sagt: «(…) mission on the line (…).» Es ist eher unwahrscheinlich, dass russisches Militär in Russland in einer solchen Situation auf Englisch kommuniziert und über die «Mission» spricht.
- Die Zeit auf den Bildern der Überwachungskamera läuft rückwärts: So wechselt die Angabe oben links in der Bildecke bei Sekunde 5 von «05:44:19» auf «05:44:00».
Das sind typische Fehler von KI-generierten Bildern und Deepfakes. Die Qualität solcher Videos wird immer besser, nicht zuletzt aufgrund von optimierten KI-Videogeneratoren. Inzwischen fällt es immer schwerer, echte von gefälschten Bildern zu unterscheiden.
(Stand: 22.12.2025)
