Die Schreiben mit dem Titel «Bunte Weihnachten – aber sicher» sind gefälscht. Davor warnen mehrere Kommunen. Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) bestätigte, dass es sich um eine Fälschung handelt.
Fast identische Schreiben sind in mehreren Bundesländern aufgetaucht. Online kursieren Fotos von Flyern mit dem Titel «Bunte Weihnachten – aber sicher», die angeblich von den Kommunen Bielefeld (Nordrhein-Westfalen), Braunschweig (Niedersachsen), Chemnitz und Leipzig (beide Sachsen) stammen.
Die Städte Bielefeld und Braunschweig reagierten bereits und haben Warnungen veröffentlicht. «Die Stadtverwaltung stellt dazu klar, dass das Schreiben eine Fälschung ist und bittet, es nicht zu beachten», hieß es in Braunschweig. Auch Anne Gottschalk, Sprecherin der Stadt Chemnitz, bestätigte der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass es sich bei dem Aufruf um einen Fake handelt.
Auf den Fake-Flyern ist deutlich das Logo des Bundesförderprogramms «Demokratie leben!» des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) zu sehen. Ein Ministeriumssprecher erklärte dazu auf Anfrage: «Bei den Flyern handelt es sich um Fälschungen, offenbar in der Absicht, Verunsicherung in der Bevölkerung zu verbreiten und das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ zu diskreditieren.»
Wer hinter den Fälschungen steckt, blieb zunächst unklar. Offenbar handelt es sich um eine orchestrierte Aktion: Auch die Städte Ulm und Stuttgart (beide Baden-Württemberg) und Freiberg (Sachsen) distanzieren sich von entsprechenden Fakes. Einzelne Kommunen haben rechtliche Schritte gegen den oder die Verfasser eingeleitet oder prüfen diese. «Wir begrüßen und unterstützen dieses Vorgehen», erklärte dazu der Ministeriumssprecher. In Bielefeld hat laut lokalen Medien der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen.
Im zweiten Absatz des Fakten-Teils wurde die Zuordnung des Zitats ergänzt.
(Stand: 11.12.2025)
