Bewertung
Die Förderung war für die Forschung zu nachhaltigen Menstruationsprodukten für Frauen bestimmt und war in diesem Zuge auch für landwirtschaftliche US-Betriebe relevant. Transgender-Personen wurden lediglich am Rande erwähnt, da sie ebenfalls menstruieren können.
Fakten
Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hatte 2024 eine Förderung in Höhe von 600.000 Dollar an die Southern University in Louisiana vergeben. Das Projektpapier dazu listet sechs Hauptziele auf, darunter die Erforschung und Entwicklung nachhaltiger Menstruationsprodukte, Bildungsmaßnahmen zur Menstruationshygiene sowie die Unterstützung lokaler Landwirtschaft bei der Produktion von Fasern etwa für Binden, Slipeinlagen und Unterwäsche.
Zunächst geht es in der Zusammenfassung darum, in welchem Alter Menschen menstruieren. Daraus folgt, dass eine Frau etwa 450 Regelblutungen in ihrem Leben hat. Das Wort «transgender» taucht im Dokument einmal auf: «Es ist ebenfalls wichtig anzuerkennen, dass auch Transgender-Männer und Personen mit männlicher Geschlechtsidentität, intergeschlechtliche und nicht-binäre Personen menstruieren können.» Es geht hier also auch, aber nicht nur um Inter- und Transmenschen.
Transmänner sind Männer, die bei Geburt den Geschlechtseintrag «weiblich» erhalten haben. Menstruation betrifft alle Menschen, die die dafür notwendigen Organe und Hormonhaushalte haben, also auch beispielsweise Transmänner mit Eierstöcken und Gebärmutter.
In einer Stellungnahme der Universität zur Förderung wurden die Kernziele bestätigt. Darüber hinaus heißt es darin, es handle «sich nicht um eine Studie über den Menstruationszyklus oder um Forschungsarbeiten zu diesem Thema.» Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass Transmänner im Fokus der Förderung standen. Dies wurde ebenfalls in der Stellungnahme bestätigt. Der US-Sender «Fox News» übernahm die Falschbehauptung der Ministerin in ihrer Berichterstattung.
(Stand: 19.3.2025)