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Vogelgrippe trifft neben Hausgeflügel auch Wildvögel

In den letzten Jahren hat die Vogelgrippe immer wieder Schlagzeilen gemacht. Auch aktuell sterben viele Vögel an dem Virus, darunter Haus- und Wildvögel. Auf Instagram verbreitet sich jedoch ein Sharepic mit der Behauptung, von der Vogelgrippe wären nur Gänse und Enten betroffen. Stimmt das?

Bewertung

Die Behauptung ist falsch. Die Vogelgrippe kann sowohl Hausgeflügel wie Hühner, Puten, Gänse und Enten als auch Wildvögel wie Kraniche oder Möwen befallen. Wissenschaftliche Studien und aktuelle Berichte zeigen, dass die Krankheit viele Vogelarten betrifft.

Fakten

Die Aviäre Influenza, auch als Vogelgrippe bekannt, wird von Influenza-A-Viren verursacht. Diese Viren treten in verschiedenen Subtypen auf, von denen einige besonders ansteckend und tödlich für Vögel sind. Besonders gefährdet sind Hausgeflügel wie Hühner, Puten, Gänse und Enten. Aber auch Wildvögel wie Kraniche, Möwen oder Schwäne sind immer wieder betroffen.

In Europa wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Ausbrüche bei verschiedenen Vogelarten gemeldet. Aktuell berichten deutsche Behörden und Ornithologen, dass nicht nur Gänse und Enten von der Vogelgrippe betroffen sind. So sterben auch viele Wildvögel, darunter Kraniche, an der Krankheit. Diese Beobachtungen widerlegen die Behauptung, dass nur bestimmte Geflügelarten betroffen seien.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) und die Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) betonen, dass die Vogelgrippe sehr leicht zwischen verschiedenen Vogelarten übertragen werden kann. Wildvögel spielen dabei eine wichtige Rolle, da sie das Virus über weite Strecken verbreiten können. Besonders in der kalten Jahreszeit kommt es vermehrt zu Ausbrüchen, da Zugvögel das Virus auf Hausgeflügel – darunter Hühner und Puten – übertragen können.

(Stand: 10.11.2025)

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Umwelt

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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