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KI-generiertes Bild soll Zweifel an Attentat in Sydney säen

Warnung: Einige der Links in diesem Faktencheck führen zu Darstellungen von Gewalt.

Am 14. Dezember 2025 ereignete sich am Bondi Beach, einem bekannten Strand in Sydney, ein Anschlag. Dabei kamen sechzehn Menschen ums Leben, darunter einer der Täter, Dutzende wurden verletzt. Es gibt diverse öffentliche Stellungnahmen zum Attentat, unter anderem von der Polizei von New South Wales, dem australischen Premierminister Anthony Albanese und António Guterres, dem Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN).

Dennoch kursieren in den sozialen Medien Bilder und Videos, die belegen sollen, dass die Szene inszeniert war: Ein Bild soll eines der Opfer zeigen, das lächelnd auf dem Boden sitzt und geschminkt wird. Was steckt wirklich dahinter?

Bewertung

Das Bild wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz generiert. Der Mann wurde beim Anschlag am Bondi Beach verletzt.

Fakten

Nach dem Anschlag am 14. Dezember wurde auf X ein Selfie eines blutüberströmten Mannes verbreitet. Es handelt sich dabei um den israelischen Menschenrechtsanwalt Arsen Ostrovsky. Er erlitt eine Kopfverletzung.

Kurz nach dem Angriff gab er dem australischen Fernsehsender Channel 9 ein Interview. Darin schilderte Ostrovsky, wie er und seine Familie, die sich erst zwei Wochen zuvor in Australien niedergelassen hatten, den Angriff überlebt hatten.

Bild stammt von einer künstlichen Intelligenz

Die Posts suggerieren, dass der Mann, der in dem Bild geschminkt wird, Ostrovsky sei. Der Anschlag sei möglicherweise inszeniert, um die Unterstützung für Israel zu rechtfertigen und «Gruppen aus Palästina oder dem Iran in Misskredit zu bringen.»

Es gibt jedoch deutliche Hinweise darauf, dass das Bild mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt wurde – insbesondere in der größeren Version, die bei Reddit zu finden ist:

  • Der Text und das Logo auf dem T-Shirt sind verzerrt und sehen anders aus als im Interview.
  • Die Hände der Personen im Hintergrund sind ungewöhnlich geformt.
  • Die beiden Autos scheinen zu einem einzigen verschmolzen zu sein.

Ostrovsky selbst schrieb am 16. Dezember auf X über eine gefälschte KI-Kampagne, die behauptete, seine Verletzungen am Bondi Beach seien nicht echt.

Nach dem Angriff am Bondi Beach kursierte eine große Menge an Amateuraufnahmen. Ein Video, das belegt, dass ein Filmteam den Vorfall inszeniert hat, findet sich hingegen nicht.

(Stand: 18.08.2025)

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Politik, Gesellschaft

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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