Bewertung
Der Schaden an der Ampel entstand bereits vor rund einem Jahr bei einem Feuer auf einem angrenzenden Grundstück im Stadtteil Friedrichshain, wie die Betreiberin der Berliner Ampeln auf dpa-Anfrage mitteilt.
Fakten
Die Ampel steht an einer Kreuzung im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg nahe der Spree. Das lässt sich anhand der Gebäude im Hintergrund herausfinden.
An der Straßenecke befindet sich das Gelände eines Clubs, auf dem es im Juni 2025 einen Brand gab. Der Außenbereich direkt an der Straße stand damals in Flammen, wie von Berliner Medien veröffentlichte Augenzeugenvideos zeigen.
Wurde die Ampel also möglicherweise durch dieses Feuer beschädigt? Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur schreibt eine Sprecherin des für die Berliner Ampeln zuständigen Landesunternehmens InfraSignal, dass das tatsächlich die Ursache war.
Ersatzampel wurde bereits 2025 repariert
Laut InfraSignal soll die beschädigte Ampel in diesem Jahr im Zuge einer geplanten Modernisierung ausgetauscht werden. Der Verkehr vor Ort wird aber ohnehin nicht von ihr gesteuert. Wegen einer Baustelle gebe es eine Ersatzanlage, heißt es von InfraSignal.
Diese ist in dem Social-Media-Video im Hintergrund zu sehen. Sie stand dort aber auch schon 2025, wie die Berichte über den Brand auf dem Clubgelände zeigen. Ein Video des «Tagesspiegel» zeigt, wie die ebenfalls beschädigte Ersatzampel damals repariert wurde.
Hitzeschäden an Straßen und Schienen
Ganz allgemein schreibt die Ampelbetreiberin InfraSignal: «Ein Fall, in dem Signalgeber bei 40 Grad Celsius derartige Schäden erleiden, ist uns nicht bekannt.»
Die Hitzewelle der vergangenen Tage hat aber für andere Beeinträchtigungen auf Straßen und Schienen in Deutschland gesorgt: In Nürnberg führte flüssig gewordener Straßenbelag dazu, dass keine Straßenbahnen fahren konnten. In Leipzig wurde Fugenmasse flüssig und verklumpte an Schienen und Weichen – wie in Nürnberg stand der Straßenbahnverkehr auch hier noch am Montag still. Schäden gab es außerdem an mehreren Autobahnen, zum Beispiel an der A2 in Sachsen-Anhalt und Brandenburg, wo sich die Betonfahrbahn wegen der Hitze aufwölbte und brach. Diese sogenannten Blow-ups sorgten für lange Sperrungen und Staus.
(Stand: 29.6.2026)
