Bewertung
Es existieren keine belastbaren Beweise dafür, dass Anastasia Fedorowa die Yacht «Vertige» besitzt. Das als Beleg verwendete Bild ist eine Fotomontage. Die im Post genannte Yacht unterscheidet sich von der im manipulierten Bild.
Fakten
Im Beitrag wird eine bestimmte Yacht genannt: Es handle sich demnach um die «Vertige», eine 2017 ausgelieferte Yacht der italienischen Werft Tankoa aus der Modellreihe S501. Die Yachtagentur Ocean Independence führt sie auf deren Website mit einer Länge von 49,9 Metern, französischer Flagge und einem Verkaufspreis von 24,5 Millionen Euro.
Einzelne Angaben aus dem Facebook-Post stimmen damit mit einer real existierenden Yacht überein. Im Beitrag wurde ein Preis von 26 Millionen Euro genannt.
Kein Nachweis für Besitz durch Fedorows Ehefrau
In den öffentlich zugänglichen Verkaufs- und Charterangaben der Website Yacht Charter Fleet wird Anastasia Fedorowa nicht als Eigentümerin genannt. Die Website Shipowners weist für die «Vertige» mit der IMO-Nummer 1013107 die französische Gesellschaft Centralease als registrierte Eigentümerin aus.
Die Unternehmensdatenbank Pappers führt Centralease als in Paris registrierte Gesellschaft. Ein Bezug zu Anastasia Fedorowa ist aus diesen Angaben nicht ersichtlich.
Bild des Ehepaars vor Yacht ist manipuliert
Das Bild des Beitrags, das Anastasia Fedorowa und ihren Mann Mychajlo vor der Yacht zeigen soll, ist eine Fotomontage. Mychajlo Fedorow wurde am 14. Januar 2026 vom ukrainischen Parlament zum Verteidigungsminister ernannt.
Anastasia Fedorowa teilte das Original am 14. Februar 2024 selbst auf ihrem Instagram-Kanal. Darauf steht das Ehepaar in identischer Position vor einem anderen Hintergrund. Ukrainische Medien berichteten darüber.
Für das Sharepic wurden beide nachträglich vor das Bild einer Yacht eingefügt. Bei der gezeigten Yacht handelt es sich jedoch nicht um die «Vertige», wie mehrere Details zeigen.
EU-Hilfen sind zweckgebunden
Ein EU-Darlehen über 90 Milliarden Euro existiert, ist aber zweckgebunden. Am 23. April 2026 finalisierte der Rat der Europäischen Union ein Darlehen in dieser Höhe zur Unterstützung der Ukraine bis Ende 2027.
Nach Angaben des EU-Rats sind davon 30 Milliarden Euro als makroökonomische Unterstützung zur Deckung dringender Haushaltsbedürfnisse vorgesehen. Weitere 60 Milliarden Euro sind für militärische Unterstützung und Investitionen in die Verteidigungsindustrie geplant. Die Finanzierung ist ausdrücklich an Bedingungen geknüpft – darunter Rechtsstaatlichkeit und Korruptionsbekämpfung.
Inzwischen hat die kriegsgeplagte Ukraine die erste Zahlung aus dem Unterstützungsdarlehen erhalten. Rund drei Milliarden Euro Makrofinanzhilfen wurden ausgezahlt, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei der Ukraine Recovery Conference (URC) in Danzig (Gdansk) sagte. In den kommenden Tagen solle auch der erste Teil von sechs Milliarden Euro für die Drohnenproduktion an Kiew fließen.
(Stand: 24.6.2026)
