Bewertung
Nein, es gibt Hinweise darauf, dass es sich um ein manipuliertes Bild handelt. Außerdem sind Epstein und Merkel aller Wahrscheinlichkeit nach nie persönlich zusammengetroffen.
Fakten
Eine Recherche mit mehreren Rückwärtssuche-Tools liefert keine Treffer für ein identisches Originalbild. Dass kein entsprechendes Presse- oder Archivfoto existiert, ist ein starkes Indiz für Manipulation.
Keine Belege für Treffen
Zudem gibt es keine Belege dafür, dass Epstein und Merkel sich überhaupt jemals begegnet sind. Es gibt keine gemeinsamen Bilder oder Berichte von Treffen der beiden. Bei zwei international bekannten Persönlichkeiten wäre eine Begegnung höchstwahrscheinlich medial dokumentiert.
Hinweise auf Bildmanipulation
Mehrere Aspekte weisen darauf hin, dass das Bild bearbeitet wurde:
– Der Hintergrund ist unnatürlich homogen. Die Körper der beiden Personen verschmelzen mit dem dunklen Hintergrund.
– Unterschiedliche Lichtquellen. Die Gesichter sind unterschiedlich ausgeleuchtet.
– Die Köpfe der beiden wirken «scharfkantig» – als wären sie ausgeschnitten und eingefügt worden.
– Die Gesichter wirken real und detailreich, aber ihre Kleidung ist kaum erkennbar und wirkt wie eingezeichnet.
Skandal um Epstein zur Desinformation missbraucht
Die Epstein-Akten werden seit ihrer Veröffentlichung immer wieder genutzt, um Verschwörungserzählungen zu verbreiten und einzelne Personen zu diskreditieren. Tatsächlich tauchen viele bekannte Persönlichkeiten – wie Merkel – darin auf. Ihre Nennung lässt jedoch nicht darauf schließen, dass sie mit dem Sexualstraftäter und Millionär Epstein Kontakt hatten oder mit ihm in Zusammenhang standen. Die Verunsicherung um die Thematik machen sich Desinformationsakteure zu Nutze und verbreiten Desinformation.
Andere manipulierte Bilder sollten schon Bundeskanzler Friedrich Merz und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gemeinsam mit Epstein zeigen.
(Stand: 27.2.2026)
