Bewertung
Der Name des CDU-Entwurfs ist falsch wiedergegeben. Die Partei hatte eine sogenannte «Aktivrente» vorgeschlagen. Bei diesem Entwurf ist allerdings nicht vorgesehen, arbeitenden Rentnern ihre Rente zu kürzen oder zu streichen.
Fakten
Die CDU kündigte über offizielle Kanäle den Gesetzesentwurf für die sogenannte «Aktivrente» an. Er unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt von den Behauptungen in sozialen Medien: Rentner könnten demnach 2000 Euro steuerfrei verdienen. Allerdings heißt es bei der CDU dazu: «Die gesetzliche Rente bleibt dabei unberührt», die Aktivrente solle es «zusätzlich zur regulären Rente» geben.
Das Vorhaben ist nicht neu: CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann stellte die Aktivrente bereits im September 2023 vor. Sie ist Teil der laufenden Koalitionsvorhaben für die aktuelle Legislaturperiode.
Im Koalitionsvertrag von CDU und SPD steht: «Statt einer weiteren Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters wollen wir mehr Flexibilität beim Übergang vom Beruf in die Rente. Dabei setzen wir auf Freiwilligkeit. Arbeiten im Alter machen wir mit einer Aktivrente attraktiv. Wer das gesetzliche Rentenalter erreicht und freiwillig weiterarbeitet, bekommt sein Gehalt bis zu 2000 Euro im Monat steuerfrei.»
Solche geplanten Maßnahmen müssen aber erst noch im Deutschen Bundestag besprochen und beschlossen werden. Der Bundesrat muss ebenfalls zustimmen, bevor das mögliche Gesetz in Kraft tritt.
Zum Begriff «Alternativrente» findet man auf der Webseite der CDU nichts. Ihr Vorschlag zur Aktivrente führte zu breiter Kritik anderer Parteien, wie etwa die «Tagesschau» berichtet. Die Aktivrente ist bislang nur ein Vorschlag und kein geltendes Gesetz.
(Stand: 21.08.2025)
