Bewertung
Für die Behauptung gibt es keine Belege. Der angebliche Bericht stammt von einer gefälschten Webseite, die genannte Baufirma existiert nicht mehr.
Fakten
Das kursierende Video verweist auf einen angeblichen Artikel der französischen Nachrichten-Plattform Brut. Die verlinkte Adresse «brutinfo.fr» ist jedoch kein offizielle Domain. Sie imitiert die echte URL «brut.media/fr».
Auf der offiziellen Brut-Webseite ist kein Beitrag über einen Bunker für Macron zu finden. Der gefälschte Artikel wurde mittlerweile gelöscht und ist nur noch in Webarchiven auffindbar. Er war wenige Tage nach Macrons Provokationsvorwürfen gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin veröffentlicht worden.
Im Video wird die Schweizer Firma Oppidum als Auftragnehmer genannt. Laut Schweizerischem Handelsamtsblatt (SHAB) wurde sie bereits im Frühsommer 2025 liquidiert. Auch der im Video erwähnte Bericht der französischen Finanzaufsicht Tracfin lässt sich auf offiziellen Seiten nicht finden.
Darstellungen im Video wurden manipuliert
Laut Recherchen der Nachrichtenagentur AFP sind manche im Video gezeigte Bilder computergeneriert. Auch die Stimme des vermeintlichen Whistleblowers weist demnach Merkmale synthetischer Sprachverarbeitung auf.
Das Gesicht des angeblichen Insiders basiert vermutlich auf einem frei verfügbaren Stockfoto, das laut Gnida-Kollektiv bereits bei anderen Falschmeldungen verwendet wurde. Die französische Zeitung «Le Monde» ordnet die gefälschte Webseite dem prorussischen Desinformationsnetzwerk Storm-1516 zu.
(Stand: 11.11.2025)
