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Medienberichten zufolge ist eine entsprechende Regelung im Gesundheitssystem 2024 kurzzeitig in Kraft getreten. Nach massiver öffentlicher Kritik wurden die Änderungen jedoch einen Monat später angepasst.
Fakten
Mehrere Medien berichteten über ein Dekret vom 10. Mai 2024, das die eigene Identifizierung als Transgender für Krankenkassenleistungen in Peru als psychische Erkrankung einstufte. Beispielsweise war darüber in der lokalen Presse oder im deutschsprachigen Raum beim Schweizer Nachrichtenportal «Watson» zu lesen.
In einer einen Tag später veröffentlichten Pressemitteilung hieß es dann zur Einordnung: Das Gesundheitsministerium «bekräftigt seine Position, dass geschlechtliche und sexuelle Vielfalt keine Krankheiten sind; in diesem Rahmen bringen wir unseren Respekt für Geschlechtsidentitäten zum Ausdruck und lehnen die Stigmatisierung sexueller Vielfalt im Land ab.»
Änderungen zu Transidentität wieder zurückgenommen
Doch die zuvor verordnete Änderung wurde weiterhin damit begründet, den Zugang zur psychischen Gesundheitsversorgung zu gewährleisten. Die präsidiale Entscheidung traf schnell auf massive Kritik, wie beispielsweise die Nachrichtenagentur Reuters berichtete.
Demnach versammelten sich in Lima, der peruanischen Hauptstadt, Hunderte Demonstrierende, um dagegen zu protestieren. Kritik kam auch aus den USA und von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch.
So dauerte es nur knapp einen Monat, bis die umstrittene Änderungen zur Klassifizierung von Transgeschlechtlichkeit im Gesundheitssystem wieder zurückgenommen wurde. Dies ist in einer weiteren Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums vom 25. Juni 2024 zu lesen.
(Stand: 4.5.2026)
