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Polizei entfernte Überwachungskameras von Kriminellen

Seit Beginn des Krieges mit dem Iran ist Israel wiederholt Ziel von Raketenangriffen geworden, bei denen es Tote, Verletzte und erhebliche Schäden gab.

In sozialen Medien verbreitet sich ein Video, dass behauptet, israelische Sicherheitskräfte würden gezielt Überwachungskameras zerstören. Ziel sei es angeblich, die Verbreitung von Bildmaterial zu verhindern und das tatsächliche Ausmaß der iranischen Angriffe zu verschleiern.

Bewertung

Das Video ist nicht aktuell: Es wurde bereits am 22. Oktober 2025 veröffentlicht und zeigt einen Polizeieinsatz in Westgaliläa im Norden Israels, bei dem Überwachungskameras demontiert wurden, die von kriminellen Organisationen installiert worden waren.

Fakten

Die Behauptung verbreitet sich in mehreren Sprachen auf verschiedenen Plattformen. Auf X (ehemals Twitter) sind einige Beiträge mit einer sogenannten «Kollektiven Anmerkung» versehen, welche das Video in einen völlig anderen Kontext setzt:

Es wurde ursprünglich am 22. Oktober 2025 vom Account «police_galilmaravi» auf Instagram veröffentlicht. Laut Bildunterschrift zeigt es einen Einsatz der Polizei in Westgaliläa («Galil Ma’aravi» auf Hebräisch), bei dem Kameras entfernt wurden, die von kriminellen Gruppen installiert worden waren.

Das im Video sichtbare Abzeichen entspricht dem Emblem der Polizei von Westgaliläa, das auch auf deren Facebook-Seite verwendet wird. Den Hashtags zufolge fand der Einsatz im Bezirk Ascher statt, einer Küstenregion im Norden Israels.

Solche Maßnahmen sind nicht ungewöhnlich: Israelische Behörden gehen regelmäßig gegen Überwachungssysteme vor, die von kriminellen Organisationen installiert werden. Diese Kameras dienen laut Polizei dazu, Bewegungen von Rivalen oder Sicherheitskräften zu überwachen sowie kriminelle Aktivitäten – etwa im Bereich organisierter Kriminalität oder Menschenhandel – zu koordinieren.

Informationskontrolle im Krieg

Unabhängig von diesem angeblichen Fall gibt es in Israel im Zusammenhang mit dem aktuellen Konflikt Einschränkungen bei der Veröffentlichung bestimmter Informationen. Journalisten unterliegen der Militärzensur, die verhindern soll, dass sensible sicherheitsrelevante Details veröffentlicht werden.

So ist es Medien beispielsweise untersagt, Standorte von Luftabwehrsystemen zu zeigen oder beschädigte militärische Einrichtungen zu filmen. Berichten zufolge wurden diese Regelungen im Zuge des aktuellen Konflikts teilweise verschärft. Auch Live-Übertragungen, die in Echtzeit militärische Abläufe zeigen könnten, sind eingeschränkt.

Desinformation im Krieg

Der Konflikt zwischen Israel und dem Iran geht mit einer verstärkten Verbreitung von Desinformation einher. Häufig werden dabei ältere, aus dem Kontext gerissene oder manipulierte Inhalte verwendet, um falsche Narrative zu stützen. Der vorliegende Fall ist ein Beispiel dafür, wie reales Bildmaterial irreführend neu eingeordnet wird.

(Stand: 30.3.2026)

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Iran, Israel

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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