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Temperaturen wirken sich minimal auf Tankvorgang aus

Zum Tanken hält sich hartnäckig ein Mythos: Bei kühleren Temperaturen sei Benzin oder Diesel dichter – und man bekomme nachts mehr Kraftstoff für sein Geld. Doch macht das in der Praxis tatsächlich einen Unterschied?

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Die Temperatur beeinflusst die Eigenschaften von Kraftstoffen grundsätzlich. Im Alltag an der Zapfsäule spielt dies jedoch keine Rolle – unabhängig von Tages- oder Jahreszeit.

Fakten

Bei Tankstellen in Deutschland sind die unterirdischen Tanks gut isoliert, sodass die Kraftstofftemperatur nur minimal schwankt. Tägliche Schwankungen der Außentemperatur haben deshalb kaum Einfluss auf den Energiegehalt des Kraftstoffs.

Zwar ändert sich die Dichte von Kraftstoffen geringfügig mit der Temperatur. Die Unterschiede sind jedoch im Alltag so klein, dass sie an der Zapfsäule praktisch keine Rolle spielen. Da Diesel temperaturempfindlicher ist, gibt es unterschiedliche Zusammensetzungen für Sommer und Winter.

Nach einem Dokument des sächsischen Eichamts ist die Abgabetemperatur von Kraftstoffen rechtlich nicht einheitlich festgelegt. Immer mehr Tankstellen gleichen Temperaturschwankungen jedoch technisch aus und rechnen auf eine Referenztemperatur von 15 Grad Celsius um.

Einsparung in der Praxis kaum spürbar

Laut dem Kfz-Experten Hans-Georg Marmit von der Sachverständigenorganisation KÜS sind die Unterschiede so gering, dass sie sich selbst bei einer vollen Tankfüllung nur im Cent-Bereich bewegen. Einen größeren Unterschied würden die tageszeitabhängigen Spritpreise machen.

«Wer sparen will, sollte lieber zwischen 18 und 19 Uhr tanken», erklärt Marmit. Mehr Informationen zum Tanken finden sich beispielsweise auf der Webseite des ADAC.

(Stand: 23.12.2025)

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Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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