Bewertung
Nein, das Video wurde von einer KI erstellt. Das Problem der Plastik- und Müllentsorgung in den Ozeanen ist jedoch real und dringlich.
Fakten
Das Video stammt ursprünglich von Tiktok. Ende letzten Jahres tauchte es auf dem Account @sora2phone1 auf. Am unteren Rand des Videos steht, dass der Ersteller das Video als KI-generiert gekennzeichnet hat.
Auch der Name des Accounts, eine Anspielung auf Sora 2, den Videogenerator von OpenAI, lässt kaum Zweifel daran, dass es sich um eine KI-Produktion handelte. Der Account ist voll von ähnlichen Videos, die Schiffe zeigen, die massenhaft ihren Abfall abladen.
Darüber hinaus deuten mehrere visuelle Elemente auf den Einsatz von KI hin. Beispielsweise scheinen die Schriftzüge an der Seite des Bootes gelegentlich ihre Form und Position zu verändern. Auch einige der Objekte im Wasser scheinen plötzlich zu verschwinden.
Das Problem ist real
Das ändert nichts an der Tatsache, dass die Meeresverschmutzung ein reales und sich verschärfendes Problem darstellt. Wissenschaftler schätzen, dass global etwa zwischen 4,8 und 12,7 Millionen Tonnen Plastikmüll pro Jahr in den Meeren landen. Das entspricht ungefähr einer LKW-Ladung pro Minute. Durch Wind oder Wellen kann der Müll im Meer weite Wege zurücklegen und landet sogar in unbewohnten Gebieten wie den Polarregionen.
Bei der Plastikverschmutzung der Ozeane tragen Länder mit mittlerem Einkommen den größten Anteil. Länder mit hohem Einkommen verbrauchen zwar am meisten Plastik, sind aber besser für dessen Recycling ausgestattet. Länder mit niedrigem Einkommen verfügen über wenige Recyclingsysteme, verbrauchen aber auch weniger Plastik.
Die niederländische NGO «The Ocean Cleanup» führt diese Analyse mithilfe einer Weltkarte durch. Sie identifiziert weltweit 1.000 Flüsse, die für 80 Prozent des Plastiks verantwortlich sind, das über Flüsse in die Ozeane gelangt. Diese 1.000 Flüsse befinden sich hauptsächlich in Südostasien, aber auch in südamerikanischen und afrikanischen Ländern.
(Stand: 30.1.2026)
