Bewertung
Das Video wurde zwar in Kamtschatka aufgenommen, es ist allerdings schon seit August 2023 online. Mit dem Beben Ende Juli steht es also in keinem Zusammenhang.
Fakten
Die Suche nach dem Ursprung der Aufnahmen führt zu mehreren Artikeln (Newsweek, Novye Izvestia), die jeweils dasselbe Video der lokalen Nachrichtenplattform Kamtschatka-Inform verlinkt haben.
Das Video stammt zwar von der Halbinsel, ist aber bereits im August 2023 veröffentlicht worden. Damals sind die Tiere an die Küste von Kamtschatka gespült worden und wurden so lange von den Fischern vor Ort am Leben gehalten, bis die Flut sie wieder ins Meer getragen hat. Auch die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti berichtete am 14. August 2023.
Auch Behauptungen über kürzlich gestrandete Wale in Japan
Die gezeigten Tiere haben also nichts mit dem Beben im Juli 2025 zu tun. Einige Posts auf den sozialen Medien sprachen dennoch im Zusammenhang mit den Aufnahmen von einem «unheilvollen Zeichen» und stellten die gestrandeten Wale als «Frühwarnung» für die Naturkatastrophe dar, wie die «Tagesschau» berichtet.
Im Zusammenhang mit dem Erdbeben gibt es auch Behauptungen über Wale, die Ende Juli an der japanischen Küste gestrandet sein sollen. Einem Faktencheck der Deutschen Welle zufolge wurden die besagten Tiere aber bereits einen Tag vorher dort gesichtet.
Grundsätzlich kann es Zusammenhänge zwischen Erdbeben und Wal-Strandungen geben, wie die Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation berichtet. So sollen in der Vergangenheit beide Ereignisse schon zeitlich nah beieinander dokumentiert worden sein. Ob es sich dabei um Zufälle handelt, sei aber noch nicht klar bewiesen.
(Stand: 8.8.2025)
