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VW Zwickau verlängert Spätschicht für ID.3 und Cupra Born

Volkswagen sei die Nummer 1 beim Verkauf von Elektroautos außerhalb von China, verkündet ein InstagramVideo. Im VW-Werk Zwickau werde nun die Nachtschicht erweitert, «denn der ID.Polo, der unter 25.000 Euro kostet, kommt dieses Jahr noch», behauptet der Sprecher weiter. Doch das ist so nicht ganz richtig.

Bewertung

Im VW-Werk Zwickau gibt es gar keine Nachtschicht. Dort soll die Spätschicht bis Juni ein paar Stunden mehr arbeiten, weil der VW ID.3 und ein Schwestermodell im Sommer ein Facelift bekommen. Der neue ID.Polo wird in Spanien gefertigt.

Fakten

«Die Nachtschicht ist seit 2024 passé im Zwickauer VW-Werk», schrieb die «Freie Presse» aus Chemnitz im Februar. Daran wird auch der neue Elektro-VW ID.Polo nichts ändern, den der Konzern in diesem Jahr zu «einem Einstiegspreis ab 25.000 Euro» auf den Markt bringen will. Das Fahrzeug soll nämlich im spanischen Martorell bei Barcelona zusammengebaut werden.

Die nicht vorhandene Nachtschicht wird also nicht erweitert, wie in dem Video behauptet. Allerdings bekommt die Spätschicht im Zwickauer VW-Werk bis Juni mehr Arbeit: Montags bis donnerstags sollen die Beschäftigten in der Montage eine Stunde länger arbeiten, berichtete die «Freie Presse». Radio Zwickau ergänzte, «die Frühschicht muss auch samstags ran».

Der Grund dafür ist aber nicht das neue, elektrische Polo-Modell, sondern: «Der Konzern verpasst seinem Kompaktmodell ID.3, das in Zwickau vom Band läuft, ein sogenanntes Facelift. Das Gleiche gilt für den Cupra Born», schreibt die lokale Zeitung. Bevor im zweiten Halbjahr das überarbeitete Modell auf den Markt komme, müssten alle Bestellungen der aktuellen Variante abgearbeitet werden.

Elektroautos verkaufen sich besser

Tatsächlich entscheiden sich immer mehr Neuwagenkäufer für ein Elektroauto. Der Marktanteil stieg in Europa 2025 auf 17,4 Prozent, von 13,6 Prozent im Jahr zuvor. Steigende Spritpreise dürften diesen Trend stützen. Auch Elektrofahrzeuge aus dem Volkswagenkonzern mit Marken wie VW, Audi, Skoda und Cupra profitieren davon.

Im Februar machte eine Auswertung des Marktanalysten Jato Dynamics Schlagzeilen, wonach im vergangenen Jahr in Europa mehr Elektroautos von Volkswagen zugelassen wurden als vom Branchenpionier Tesla. Dazu könnten aber auch sogenannte Tageszulassungen der Händler beigetragen haben, geben mehrere Nutzer in Kommentaren zu dem Instagram-Video zu bedenken.

Schon im Februar 2026 lag Tesla nach Angaben des selben Analysten in Europa bei den neu zugelassenen Elektrofahrzeugen wieder vor VW. Davon wird in dem Video nichts erzählt. Immerhin: Auf dem deutschen Markt belegten Modelle aus dem Volkswagenkonzern im Februar die fünf ersten Plätze in der Liste der beliebtesten E-Autos. Das bestplatzierte Tesla-Modell folgte auf Rang 7.

(Stand: 2.4.2026)

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Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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