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Rubio hat keinen vollständigen Abzug angekündigt. Es gibt auch keine Auflösung der Nato.
Fakten
Der Ausschnitt stammt aus einem Interview mit Rubio beim Sender Fox News am 1. April. Rubio kritisierte die Entscheidung europäischer Staaten wie Spanien, den USA für deren Krieg gegen den Iran keine Militärbasen zur Verfügung zu stellen.
Rubio sagte: «Wenn wir nun an einen Punkt gelangt sind, an dem das Nato-Bündnis bedeutet, dass wir diese Stützpunkte nicht nutzen können – dass wir diese Stützpunkte faktisch nicht mehr nutzen können, um Amerikas Interessen zu verteidigen -, dann ist die Nato eine Einbahnstraße. Wenn wir sie brauchen, damit sie uns die Nutzung ihrer Militärstützpunkte gestatten, lautet ihre Antwort „Nein“? Warum sind wir dann in der NATO?»
An keiner Stelle machte Rubio jedoch eine Ankündigung, die gesamten US-Truppen abzuziehen, die in Europa stationiert sind.
Die Nato in der Krise
Die Nato gibt es seit 1949, Deutschland ist seit 1955 Mitglied. US-Präsident Donald Trump steht dem Bündnis schon länger kritisch gegenüber – doch der Iran-Krieg ist endgültig zu einer Belastungsprobe für die Nato geworden. Die US-Regierung kritisiert seit Wochen die aus ihrer Sicht mangelnde Unterstützung durch Nato-Partner.
Trump nannte die Nato Anfang April einen «Papiertiger» und sagte, es stehe kaum noch zur Debatte, dass die Mitgliedschaft der USA nach dem Ende des Krieges überdacht werden müsse. 2023 hatte der US-Kongress allerdings ein Gesetz beschlossen, das es Präsidenten verbieten soll, eigenmächtig einen Rückzug aus der Nato anzuordnen.
Weniger US-Truppen in Deutschland
Aktuell sind nach Angaben des Militärs von Mitte April rund 86.000 US-Soldaten in Europa stationiert – davon rund 39.000 in Deutschland. Die USA ziehen aber Truppen ab. Nach der Bemerkung von Friedrich Merz, die USA hätten bezüglich des Iran-Kriegs «offensichtlich keine Strategie», hat Donald Trump vor kurzem angekündigt, binnen sechs bis zwölf Monaten 5.000 US-Soldatinnen und Soldaten aus Deutschland abziehen zu wollen.
Kurz darauf stoppte die US-Regierung außerdem die Verlegung von 4.000 Soldaten aus den USA nach Polen. Schon im Herbst 2025 hatten die USA erklärt, ihre Militärpräsenz in Rumänien reduzieren zu wollen.
(Stand: 19.5.2026)
