Bewertung
Das Video wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) generiert. Mehrere Elemente des Clips beweisen dies. Es keine authentischen Bilder, die eine solche Interaktion zwischen Giorgia Meloni und Benjamin Netanjahu zeigen.
Fakten
Der Saal im Video sieht dem echten Saal, in dem traditionell die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) in New York tagt, auf den ersten Blick ähnlich. Man erkennt unter anderem das UN-Logo, der Stil und die Farbe der Sitze und des Teppichs sind vergleichbar.
Doch eine genauere Untersuchung zeigt, dass der Saal im Video erhebliche Unterschiede zur realen Version aufweist. Das Emblem der Vereinten Nationen befindet sich nicht an derselben Stelle. Auch die Wandverkleidung stimmt nicht überein. Die Stuhlreihen sind entweder beige oder blau und nicht gemischt, wie es im Video der Fall ist.
Der Clip weist außerdem Merkmale auf, die typisch für Software mit künstlicher Intelligenz sind:
- Die Bewegungen von Giorgia Meloni und Benjamin Netanjahu wirken steif und unnatürlich. Dasselbe gilt für die Personen in ihrem Umfeld.
- Die Silhouetten im Hintergrund sind formlos.
Keine Hinweise auf Interaktion der beiden
Abgesehen von den visuellen Unstimmigkeiten, passen auch andere Elemente nicht zusammen. Die 80. Sitzung der UN-Generalversammlung fand im September 2025 statt. Giorgia Meloni hielt am 24. September eine Rede vor der Generalversammlung, in der sie ihre Unterstützung für die Sanktionen der Europäischen Union gegen Israel ankündigte. Benjamin Netanjahu sprach zwei Tage später, am 26. September. Es gibt keine Bilder, die die beiden bei dieser Gelegenheit zusammen zeigen.
Zudem entspricht die Kleidung, die die italienische Ministerpräsidentin während der Veranstaltung trug, nicht dem marineblauen Hosenanzug, der ihr in dem manipulierten Video angedichtet wird. Es gibt auch kein Bild von ihr, auf dem sie eine palästinensische Flagge trägt. Der israelische Premierminister wiederum trug eine rote und keine blaue Krawatte.
Keine Berichterstattung zu dem Vorfall
Auch andere gezielte Suchen zu der Sitzung liefern keine stichhaltigen Ergebnisse. Eine solche Szene hätte zweifellos die Aufmerksamkeit der internationalen Presse auf sich gezogen – was hier jedoch nicht der Fall ist.
(Stand: 27.5.2026)
