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Bäckerei schließt nach 200 Jahren wegen fehlender Nachfolge

Inmitten der Wirtschaftskrise reißt die Welle der Firmenpleiten in Deutschland nicht ab. Dazu soll vermeintlich auch die traditionelle Bäckerei Weber im hessischen Bischofsheim zählen, wie auf Facebook verbreitet wird. Sie schließt nach 200 Jahren Ende Juni. Auch dieser Betrieb sei angeblich aufgrund der aktuellen politischen Bedingungen zugrunde gegangen, so die Behauptung.

Bewertung

Falsch. Nach Aussagen des Inhabers liegt das Aus seiner Bäckerei vorrangig an der fehlenden Nachfolge.

Fakten

Der Bäcker hat sich selbst öffentlich zu der Geschäftsaufgabe geäußert. «Wir haben es unserem Sohn freigestellt, ob er in unsere Fußstapfen treten will», sagte der Inhaber Klaus Weber dem Regionalmedium «op-online». Der Sohn habe aber nicht gewollt. «Daher war schon länger klar, dass wir schließen», sagte der fast 70 Jahre alte Bäckermeister. Über sechs Generationen sei das Handwerk vererbt worden. Jetzt steht für Weber und seine Frau der Ruhestand an.

Die Schließung dieser Bäckerei hat also vorrangig nichts mit den politischen Umständen für Unternehmen in Deutschland zu tun. Gleichwohl stimmt aber, dass es hierzulande im ersten Halbjahr 2026 so viele Insolvenzen gibt wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr im selben Zeitraum. 12.900 Unternehmen werden nach Hochrechnungen der Auskunftei Creditreform bis zum Ende des ersten Halbjahres Insolvenz angemeldet haben.

(Stand: 24.7.2026)

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Politik

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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