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Zwei falsche Angaben: Die Behörden nennen eine andere Staatsangehörigkeit. Zudem habe der Polizist eine Verletzung an der Hand erlitten, nicht im Gesicht.
Fakten
Am 23. Juni 2026 kam es «gegen 16:00 Uhr am Frankfurter Kaisertor zu einem polizeilichen Schusswaffeneinsatz, dem ein Angriff eines 44-jährigen serbischen Staatsangehörigen vorausgegangen sein soll», wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das hessische Landeskriminalamt am Folgetag mitteilen.
Verletzung an der Hand des Polizisten
Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt schreiben zudem: «Einer der Beamten erlitt eine Verletzung an der Hand und wurde nach ambulanter Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen.» Von einer Gesichtsverletzung ist keine Rede.
Vorfall ereignete sich bei Polizeikontrolle
Der Vorfall ereignete sich am Kaisertor, einem Platz gegenüber dem Frankfurter Hauptbahnhof. Zwei Polizeibeamte waren am Bahnhof eingesetzt und befanden sich auf dem Weg zu ihrem Streifenwagen, heißt es in der Mitteilung der Polizei.
Während einer Kontrolle griff der Mann einen der Polizisten mit einem spitzen Gegenstand an und verletzte ihn. Daraufhin habe die Polizei von der Schusswaffe Gebrauch gemacht, teilte das LKA bereits am Abend des 23. Juni mit. Der 44-Jährige wurde dadurch schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Es habe keine Lebensgefahr bestanden, schreibt das LKA.
Ermittlungen gegen Angreifer und Polizei
Gegen den Angreifer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Widerstands gegen und des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet.
Wie in solchen Fällen üblich, wurde gegen die Polizeibeamten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung im Amt eingeleitet. Ob einer oder beide schossen, teilten die Behörden zunächst nicht mit.
Immer wieder Kontrollen im Bahnhofsviertel
Die Polizei hatte zu dem Zeitpunkt eine ihrer inzwischen regelmäßigen Kontrollaktionen im Bahnhofsviertel durchgeführt. Die Gegend ist wegen der dort grassierenden Drogenprobleme ein wiederholtes Ziel von Polizeiaktionen.
(Stand: 24.6.2026)
