Bewertung
Das im Post gezeigte Bild ist mehrere Jahre alt. Alnatura hat sich nicht zu AfD-Wählern geäußert.
Fakten
Auf Anfrage der dpa teilte eine Sprecherin von Alnatura mit, die Vorwürfe seien «kontext- und anlasslos». Es habe keine Vorkommnisse in Filialen oder öffentliche Aussagen des Unternehmens gegeben, die darauf schließen ließen, dass Alnatura AfD-Wähler ausschließen wolle.
Niemand werde beim Einkauf bei Alnatura nach seiner politischen Einstellung gefragt. Die Sprecherin betonte, dass Alnatura für Grundwerte wie eine freiheitliche und demokratische Gesellschaft stehe. Die politische Haltung der Kundschaft spiele beim Einkauf jedoch keine Rolle.
Auch in aktuellen Pressemitteilungen des Unternehmens sowie bei einer Websuche finden sich keine Hinweise darauf, dass Alnatura AfD-Wähler als Kundschaft ausschließen möchte.
Eine Bilderrückwärtssuche zeigt, dass das nun wieder vielfach verwendete Bild erstmals 2019 in einem Artikel auf Utopia.de veröffentlicht wurde. In dem Beitrag ging es darum, dass Alnatura und weitere Bio-Supermärkte Produkte der Marke «Spreewälder Hirsemühle» aus dem Sortiment genommen hatten. Anlass war, dass der Inhaber des Unternehmens Mitglied der AfD war – er gehörte dem Vorstand des AfD-Kreisverbands Spree-Neiße (Brandenburg) als Beisitzer an.
Die Entscheidung von Alnatura wurde 2019 in den Medien und auf Social Media thematisiert. Die Facebook-Kommentare aus dem X-Post sind somit rund sechs Jahre alt.
(Stand: 13.11.2025)
