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Falsches Foto in Berichterstattung um Epstein-Akten

Die Veröffentlichung der Epstein-Akten erregt international Aufsehen. Die norwegische Diplomatin Mona Juul soll demnach engen Kontakt zum Sexalstraftäter Jeffrey Epstein gepflegt haben. In sozialen Medien kursiert in diesem Zusammenhang ein Sharepic, das die Norwegerin zeigen soll.

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Das Bild zeigt nicht die norwegische Diplomatin Mona Juul, sondern die dänische Politikerin Mona Juul, die Mitglied des Parlaments ist.

Fakten

Gemeinsam mit ihrem Ehemann Terje Rød-Larsen spielte die norwegische Mona Juul eine Schlüsselrolle bei den Oslo-Abkommen in den 1990er Jahren. Sie war UN-Botschafterin und arbeitete an anderen Orten als Botschafterin Norwegens. Die neu veröffentlichten Epstein-Dokumente legen enge Verbindungen zwischen der Diplomatin und dem verstorbenen Sexualstraftäter offen.

Laut Medienberichten wurden ihre beiden Kinder im Testament Epsteins mit jeweils fünf Millionen Dollar bedacht. Norwegens Außenminister Espen Barth Eide erklärte, Juuls Kontakt mit Epstein zeige ein schwerwiegendes Versagen ihres Urteilsvermögens. Nach Einleitung von Ermittlungen trat sie von ihrem Amt als Botschafterin in Jordanien und im Irak zurück.

Dänische Mona Juul verärgert über Verwechslung

Die dänische Mona Juul hingegen ist für die Konservative Volkspartei Mitglied des dänischen Parlaments. Es gibt keine Hinweise, dass sie mit dem Epstein-Skandal in Verbindung stünde. Sie äußerte sich verärgert über die Verwechslung: «Das ist natürlich in jeder Hinsicht völlig inakzeptabel. Ich bin wirklich sehr wütend darüber, denn ich möchte mit diesem Fall nichts zu tun haben», sagte sie dem dänischen TV-Sender TV2.

Der Fehler ist nicht nur in sozialen Netzwerken aufgetreten. Auch die deutsche «Welt» verwendete ein Foto der dänischen Mona Juul in einem Artikel über die norwegische Diplomatin. Das Bild wurde inzwischen ausgetauscht und der Artikel mit einem Transparenzhinweis versehen. In einem X-Post der «Welt» war das falsche Bild jedoch auch nach zehn Tagen noch zu sehen. In dänischen Medien sorgte die Verwechslung für Schlagzeilen.

(Stand: 13.2.2026)

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Politik

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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