Bewertung
Deutschland zahlt etwa eine Milliarde US-Dollar für die Pflege von Holocaustüberlebenden. Das hat die Claims Conference gemeinsam mit dem Bundesfinanzministerium entschieden.
Fakten
Die Conference on Jewish Material Claims Against Germany, auch bekannt als Claims Conference, ist ein Zusammenschluss aus 23 jüdischen Organisationen aus der ganzen Welt, dazu zählen zum Beispiel der Zentralrat der Juden in Deutschland oder der American Jewish Congress. Seit 1951 handelt die Claims Conference Reparationszahlungen für jüdische Opfer des Holocausts aus.
1953 stimmte der Bundestag für das Luxemburger Abkommen für Wiedergutmachungszahlungen an Israel und die Claims Conference und ist seitdem mit dem Gremium im Austausch.
Zahlung nach Verhandlungen
Im Oktober 2025 hat man sich in der Claims Conference in New York auf ein neues von Deutschland zur Verfügung gestelltes Budget für die Pflege von Holocaustüberlebenden geeinigt. Gut eine Milliarde US-Dollar, umgerechnet rund 924 Millionen Euro, will Deutschland zahlen.
Solche Verhandlungen gibt es öfter, der deutsche Staat unterhält mehrere Fonds zur Entschädigung der Überlebenden des Holocausts. Die Festlegung von Zahlungen ist ein Aushandlungsprozess und findet zwischen der Claims Conference und den deutschen Behörden statt. Im aktuellen Fall war das Bundesministerium der Finanzen beteiligt.
Die eine Milliarde US-Dollar soll der häuslichen Pflege von Überlebenden der Shoah zugutekommen. Einer Studie zufolge gab es Anfang 2024 noch etwa 245.000 jüdische Überlebende des Holocausts.
(Stand: 28.11.2025)
