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Ähnlicher Name, aber kein Zusammenhang zwischen Projekt und Stiftung

Ein Sprichwort heißt: Das Internet vergisst nie. In sozialen Netzwerken wird eine Videomontage aus dem Podcast «Hoss und Hopf» verbreitet. Darin wird behauptet, die Bundesregierung habe die Stiftung «The TerraMar Project» mit rund acht Millionen Euro gefördert. Zur Begründung werden Dokumente eingeblendet, die angeblich Zahlungen belegen sollen.

Brisant daran scheint, dass Ghislaine Maxwell «The TerraMar Project» 2012 gegründet hat. Sie wurde 2022 in New York zu 20 Jahren Haft verurteilt, weil sie dem Milliardär Jeffrey Epstein Beihilfe beim Missbrauch von minderjährigen Frauen leistete. Epstein hatte über Jahre Dutzende Minderjährige missbraucht und zur Prostitution gezwungen.

Bewertung

Die Behauptung ist falsch und wurde bei «Hoss und Hopf» inzwischen korrigiert. Die Bundesregierung hat keine Zahlungen an eine Stiftung von Ghislaine Maxwell geleistet. Ursache der Falschbehauptung ist eine Namensverwechslung zwischen einem brasilianischen Umweltprojekt und einer früheren US-Stiftung.

Fakten

Seit 2015 fördert die Bundesregierung ein brasilianisches Umweltprojekt mit dem Namen «TerraMar». Es handelt sich dabei um ein staatlich beauftragtes Projekt zum Schutz der biologischen Vielfalt in Küsten- und Meeresgebieten Brasiliens.

Dieses Projekt ist keine Stiftung und steht in keinem Zusammenhang mit der nicht mehr aktiven US-Organisation «The TerraMar Project». Die US-Stiftung ist 2012 von Ghislaine Maxwell in den USA gegründet worden. Laut Steuererklärungen war sie zeitweise eigenfinanziert, die Tätigkeit wurde 2019 eingestellt. Dafür, dass die Bundesregierung das «The TerraMar Project» unterstützte, gibt es keine Hinweise.

Falschbehauptung verbreitet sich trotz Klarstellung weiter

Der auf Facebook verbreitete Clip zeigt zusammengeschnittene Aussagen aus Folge 136 des Podcasts «Hoss und Hopf». Die Episode wurde inzwischen von offiziellen Kanälen entfernt. Eine Version ist jedoch noch auf der Video-Plattform Odysee abrufbar.

In Folge 140 verwiesen die Podcaster wenige Wochen später auf die gelöschte Folge und stellten klar, dass ihre Darstellung zu «TerraMar» falsch war (bei Minute 16:25). Die Falschaussage aus Folge 136 wird jedoch weiterhin in sozialen Medien verbreitet, ohne dass auf die Korrektur hingewiesen wird.

(Stand: 17.12.2025)

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Politik, Gesellschaft

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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