Bewertung
Es gibt keine Belege wie zum Beispiel Polizeiquellen oder Medienberichte über den Vorfall – nur gleichlautende Social-Media-Beiträge. Beim verwendeten Bild handelt es sich um eine KI-Generierung.
Fakten
Das verwendete Bild ist mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt worden. Das zeigen einige Details, die bei einem echten Foto oder Video-Screenshot anders aussehen müssten:
- Hinter dem Lenkrad des Autos fehlen die üblichen Anzeigen wie Tachometer, Drehzahlmesser und Tankfüllstand.
- Das Herstellerlogo auf dem Lenkrad ist nicht eindeutig zu erkennen. Das Auto lässt sich also keiner Marke zuordnen.
- Die Lüftungspanele sind zum Teil verschwommen dargestellt und darüber hinaus nicht einheitlich: Sie haben unterschiedlich viele Schlitze.
- Das Steuer des Autos befindet sich auf der rechten Seite. Das Fahrzeug müsste also aus Ländern wie Großbritannien oder Indien stammen. Dass es in den USA unterwegs ist, ist zumindest deutlich weniger plausibel.
Über Foto-Rückwärtssuchen und Suchen nach dem Beitragstext finden sich nur Inhalte in den sozialen Netzwerken, aber keine Quellen wie zum Beispiel eine Polizeibehörde oder ein lokales Medium. Eine genaue Ortsangabe wird in dem Text nicht gemacht.
Die Geschichte kursierte mutmaßlich zuerst als englischsprachiger Text in den sozialen Netzwerken. Ein Facebook-Beitrag vom 10. Oktober wurde zum Beispiel fast 60.000-mal geteilt. Doch auch hier fehlen genauere Angaben und Quellen zu dem Vorfall.
Warum aber wird eine solche – mit hoher Wahrscheinlichkeit frei erfundene – Geschichte verbreitet? Beiträge, die Menschen emotional ansprechen, können auf Social Media schnell eine große Reichweite erzielen. Durch Monetarisierungsprogramme der Plattformen und durch Weiterleitungen auf Websites, auf denen Werbung geschaltet wird, können Accountbetreiber Geld einnehmen – auch mit Storys, die es nie gegeben hat.
(Stand: 12.11.2025)
