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Keine Belege für Straftaten oder Geständnisse Magyars

Peter Magyars Tisza-Partei hat am 12. April 2026 die Parlamentswahlen in Ungarn gewonnen. Er wird somit Ungarns neuer Ministerpräsident und hat sich gegen seinen Vorgänger Viktor Orban durchgesetzt. Doch der ungarische Wahlkampf war begleitet von Desinformation – und Magyar ein häufiges Opfer. Online wird behauptet, er sei 2023 nach der Scheidung von seiner Frau – der ehemaligen Justizministerin Ungarns – schuldig gesprochen worden, sie körperlich misshandelt zu haben. Er soll außerdem gestanden haben, Kokain konsumiert zu haben, und soll in Insidergeschäfte verwickelt sein. Stimmt das?

Bewertung

Es gibt keine Belege oder Urteile, die die schwerwiegenden Vorwürfe gegen Peter Magyar stützen. Es handelt sich um unbewiesene Behauptungen.

Fakten

Judit Varga war Justizministerin im Kabinett von Viktor Orban und bis 2023 die Ehefrau von Peter Magyar. Nach der Trennung und seinem Bruch mit der Regierungspartei gründete Magyar die Oppositionspartei Tisza.

Kein Schuldspruch wegen häuslicher Gewalt

Varga erhob im Zuge der Korruptionsaffäre um ihr Ministerium schwere Vorwürfe gegen Magyar. Sie bezichtigte ihn unter anderem auf Facebook der häuslichen Gewalt und nannte ihn einen «Verräter». Für einen Schuldspruch wegen körperlicher Misshandlung gibt es jedoch keine Belege. Magyar hat die Vorwürfe stets als politisch motivierte Verleumdung zurückgewiesen.

Kein Geständnis wegen Drogenkonsums

Auch die Behauptung, Magyar habe Kokainkonsum gestanden, ist falsch. Im Gegenteil: Um die Gerüchte zu entkräften, unterzog er sich freiwillig einem Drogentest in einem toxikologischen Labor in Wien. Magyar veröffentlichte den Befund auf Facebook. Demnach war das Ergebnis negativ. Für die Vorwürfe von Insidergeschäften fanden sich in den hier geprüften Quellen keine belastbaren Belege.

(Stand: 7.5.2026)

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Politik

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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