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Post des getöteten Regisseurs Reiner über Trump ist gefälscht

Der getötete US-Regisseur Rob Reiner war als scharfer Kritiker von US-Präsident Donald Trump bekannt. In sozialen Medien wird nach seinem Tod eine Nachricht vom Januar 2023 verbreitet, in der er Trump und dessen Anhänger angeblich unter der Gürtellinie beleidigt haben soll.

Bewertung

Diese Nachricht stammt nicht von Reiner. Schon 2023 bestritt er, der Autor zu sein.

Fakten

Der angebliche Beitrag ist auf den 20. Januar 2023 datiert. Das Faktencheck-Team der Nachrichtenagentur Reuters hatte schon damals herausgefunden, dass es sich um eine Fälschung handelte.

Der «Harry und Sally»-Regisseur bestritt seinerzeit, der Absender der Nachricht zu sein. In der archivierten Version von Reiners mittlerweile nicht mehr zugänglichem X-Profil «@robreiner» findet sich keine Spur davon.

Zwar tätigte er an diesem Tag tatsächlich auf X Aussagen über Donald Trump, doch entsprachen die Sätze nicht den ihm nun zugeschriebenen Äußerungen. Dieser Reiner-Post wurde am 20. Januar 2023 um 9:23 Uhr pazifischer Zeit (das entspricht 17:23 Uhr in der koordinierten Weltzeit UTC) veröffentlicht. Dies ist auch die Uhrzeit, die auf dem Screenshot des gefälschten Beitrags zu sehen ist. Es liegt der Verdacht nahe, dass dieser Post für die Fälschung genutzt wurde.

Trump zieht über toten Regisseur her

Rob Reiner, Regisseur von Filmhits wie «Harry und Sally», «Misery» und «Eine Frage der Ehre», und seine Frau Michele, die als Fotografin gearbeitet hatte, wurden am 14. Dezember 2025 in ihrem Haus in Los Angeles erstochen aufgefunden. Kurz darauf klagte die Staatsanwaltschaft ihren 32-jährigen Sohn wegen zweifachen Mordes an.

Trump bezeichnete auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social den getöteten Reiner als «gequälten und kämpfenden» Menschen, der gestorben sei, weil er Wut ausgelöst habe mit seiner Aufregung über den US-Präsidenten. Auf eine Reporterfrage hin sagte Trump zudem, Reiner sei eine «geistesgestörte Person» gewesen.

(Stand: 18.12.2025)

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USA, Politik

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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