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Profil eines angeblichen Todesschützen mit KI erstellt

Die Todesschützen vom Bondi Beach töteten 15 Menschen, auch einer der mutmaßlichen Täter kam ums Leben. Gegen den anderen erhoben die Behörden Anklage wegen Mordes. Wer sind die Männer, die das Feuer am Sonntag, dem 14. Dezember 2025, eröffneten? Nutzer sozialer Netzwerke säen Zweifel. Manche teilen das Facebook-Profil eines Mannes, der eigentlich der Schütze gewesen sein soll. Er heiße David Cohen und sei ein Jude aus Israel, wird dazu verbreitet.

Bewertung

Das fragliche Facebook-Profil wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt. Die australischen Behörden haben die Namen der beiden Beschuldigten veröffentlicht. Von einem «David Cohen» ist nicht die Rede.

Fakten

Ein genauerer Blick auf das angebliche Facebook-Profil des vorgeblichen Täters lässt verschiedene Unstimmigkeiten bemerken:

  • Links neben dem Wort «Message» müsste die Funktion «Add friend» (auf Deutsch: «Freund/in hinzufügen») stehen. Stattdessen ist dort das sinnlose Wort «Ernsage» zu lesen.
  • In der Zeile darunter taucht der sinnlose Begriff «Eeopis» auf. Die ganze Zeile entspricht nicht den Angaben eines echten Facebook-Profils an dieser Stelle.
  • In der Rubrik «About» steht dann der englische Satz «Add a new Friends», der grammatisch falsch ist und nicht an dieser Stelle erscheinen dürfte.

Schlecht lesbare, inhaltsleere und falsch geschriebene Texte auf einem Bild sind deutliche Hinweise darauf, dass die Abbildungen mit Künstlicher Intelligenz geschaffen wurden. Dieses Facebook-Profil wurde komplett gefälscht, wie auch der BBC-Journalist Shayan Sardarizadeh auf seinem X-Account erläutert.

Klare Angaben zu Ermittlungen

Bereits drei Tage nach den tödlichen Schüssen auf die Menschen, die sich an dem Strand zum jüdischen Chanukka-Fest versammelt hatten, gaben die Ermittler zahlreiche Einzelheiten über die mutmaßlichen Täter bekannt. Es handelt sich demnach um einen Vater und seinen Sohn, Sajid Akram (50) und Naveed Akram (24). Der Vater wurde von der Polizei erschossen, der Sohn schwer verletzt.

Vater und Sohn sollen im November eine militärische Ausbildung im Süden der Philippinen erhalten haben, erklärte ein Verantwortlicher für die Terrorismusbekämpfung. Die Untersuchung gehe weiter, um die Verbindungen der beiden Männer zum internationalen Dschihadismus genauer auszuleuchten.

(Stand: 19.12.2025)

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Künstliche Intelligenz, Politik, Gesellschaft

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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