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Video erfindet Ankündigung über einheitlichen Benzinpreis

«Fester Preis, keine Schwankungen, keine Überraschungen»: Die Bundesregierung soll die Einführung eines einheitlichen Benzinpreises angekündigt haben. Diese Behauptung verbreitet ein virales Video auf Tiktok. Ab Februar werde demnach der Preis für Benzin und Diesel fest bei 3 Euro liegen. Die Maßnahme ziele unter anderem darauf ab, verlässliche Preise für Verbraucherinnen und Verbraucher zu schaffen. Hat die Bundesregierung das wirklich beschlossen?

Bewertung

Nein, das ist erfunden. Eine solche Ankündigung hat es nicht gegeben.

Fakten

Es lassen sich keinerlei Medienberichte über eine solche Änderung für Millionen von Autofahrerinnen und Autofahrern finden. Das ist ungewöhnlich: Hätte die Bundesregierung oder Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine solche Ankündigung wirklich gemacht, wäre darüber mit Sicherheit berichtet worden.

Doch dass Berichte fehlen, hat einen einfachen Grund: Die Geschichte ist erfunden. Die Bundesregierung hat auf ihrer Webseite keine solche Ankündigung veröffentlicht. Ebenso fehlen entsprechende Hinweise oder Beiträge auf den Seiten des Bundesverkehrsministeriums oder auf der Webseite des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC).

Obwohl es sich beim 3-Euro-Benzinpreis also um einen Fake handelt, hat der Clip bereits 1,4 Millionen Aufrufe erzielt. Er folgt einer verbreiteten Masche: Seit einiger Zeit fluten Videos von erfundenen staatlichen Vorschriften soziale Netzwerke, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) in einer Recherche für das German-Austrian Digital Media Observatory (GADMO) aufgedeckt hat.

Die Videos greifen Reizthemen wie Geld, Schule oder Verkehr auf, die viele Menschen betreffen. Neben dem vermeintlichen Benzinpreis-Beschluss kursierten zuvor bereits ähnliche Fakes über neue Tank-Vorschriften oder Änderungen für Fahrzeughalter.

(Stand: 28.1.2026)

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Politik

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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