Video zeigt Cloud Seeding - Featured image

Video zeigt Cloud Seeding

Allein der Begriff «Wolkenimpfen» mag bereits wilde Spekulationen über die Geoengeneering-Methode befeuern. In verschiedenen sozialen Netzwerken kursiert derzeit ein Video, das einen Mann zeigt, der Schalter im Cockpit eines Flugzeugs bedient. Nach einem Kameraschwenk sieht man durchs Fenster auf die Tragflächen. Daran sind Apparate befestigt, aus denen eine Art weißer Nebel in kurzen Schüben ausgestoßen wird. Zum geteilten Video wird kommentiert: «Für alle, die denken, dass das Versprühen von #Chemtrails in unseren Himmel eine Verschwörungstheorie ist.»

Bewertung

Für Chemtrails gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Das Video zeigt den Angaben zufolge sogenanntes Cloud Seeding außerhalb Europas.

Fakten

Im Video ist ein Name eingeblendet, der zu einem gleichnamigen X-Account führt. Wie im Video als Untertitel zu lesen ist, handele es sich bei dem gezeigten Verfahren um sogenanntes Cloud Seeding.

Den Angaben zufolge findet dieses Verfahren in den Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE) statt. Auch internationale Medien berichten, dass solche Verfahren dort angewendet werden.

Beim sogenannten Cloud Seeding werden chemische Substanzen in Wolken verteilt, um die Bildung von Wassertröpfchen zu fördern. Diese sollen sich zu größeren Tropfen verbinden und schließlich als Regen oder Schnee herabfallen.

Geoengeneering ist umstritten

Wie gut die Technik tatsächlich funktioniert, ist umstritten. Manche Studien konnten lediglich geringe Effekte nachweisen, andere Untersuchungen bestätigen diese Einschätzung. Hinzu kommt, dass bei diesem Verfahren die versprühten Substanzen teils im Grundwasser landen können. Dennoch wird diese, im Deutschen auch als «Wolkenimpfen» bekannte Methode, punktuell eingesetzt.

Chemtrails existieren nicht

Geoengeneering-Technologien sind nicht dasselbe wie Kondensstreifen – letztere sind ein häufiges physikalisches Phänomen. Nach Angaben des Instituts für Physik der Atmosphäre am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt fliegen moderne Verkehrsflugzeuge rund ein Fünftel ihrer Zeit in Luftschichten, die kalt und feucht genug sind, um «langlebige Kondensstreifen» entstehen zu lassen.

Dennoch halten manche Menschen die sichtbaren Streifen für absichtlich versprühte Substanzen. Für solche «Chemtrail»-Behauptungen gibt es jedoch keinerlei wissenschaftliche Belege.

(Stand: 25.11.2025)

Fact Checker Logo

Umwelt

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

Nach oben scrollen