Bewertung
Für Chemtrails gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Das Video zeigt den Angaben zufolge sogenanntes Cloud Seeding außerhalb Europas.
Fakten
Im Video ist ein Name eingeblendet, der zu einem gleichnamigen X-Account führt. Wie im Video als Untertitel zu lesen ist, handele es sich bei dem gezeigten Verfahren um sogenanntes Cloud Seeding.
Den Angaben zufolge findet dieses Verfahren in den Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE) statt. Auch internationale Medien berichten, dass solche Verfahren dort angewendet werden.
Beim sogenannten Cloud Seeding werden chemische Substanzen in Wolken verteilt, um die Bildung von Wassertröpfchen zu fördern. Diese sollen sich zu größeren Tropfen verbinden und schließlich als Regen oder Schnee herabfallen.
Geoengeneering ist umstritten
Wie gut die Technik tatsächlich funktioniert, ist umstritten. Manche Studien konnten lediglich geringe Effekte nachweisen, andere Untersuchungen bestätigen diese Einschätzung. Hinzu kommt, dass bei diesem Verfahren die versprühten Substanzen teils im Grundwasser landen können. Dennoch wird diese, im Deutschen auch als «Wolkenimpfen» bekannte Methode, punktuell eingesetzt.
Chemtrails existieren nicht
Geoengeneering-Technologien sind nicht dasselbe wie Kondensstreifen – letztere sind ein häufiges physikalisches Phänomen. Nach Angaben des Instituts für Physik der Atmosphäre am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt fliegen moderne Verkehrsflugzeuge rund ein Fünftel ihrer Zeit in Luftschichten, die kalt und feucht genug sind, um «langlebige Kondensstreifen» entstehen zu lassen.
Dennoch halten manche Menschen die sichtbaren Streifen für absichtlich versprühte Substanzen. Für solche «Chemtrail»-Behauptungen gibt es jedoch keinerlei wissenschaftliche Belege.
(Stand: 25.11.2025)
