Bewertung
Der Clip ist nicht echt, es gibt mehrere Ungereimtheiten – etwa in den Schattenwürfen. Zudem gibt es keine seriösen Berichte über einen derartigen Angriff.
Fakten
Es stimmt, dass der Iran seit Beginn des Konflikts mit den USA und Israel Raketen auch auf die Metropole Tel Aviv abfeuert. Nach Angaben des Forschungsinstituts INSS kamen seit Beginn des Krieges am 28. Februar bis zum 19. März durch iranische Angriffen in Israel 17 Menschen ums Leben.
Doch von einem Angriff in solch einer Größenordnung wie im Video gibt es in der Regel nicht nur einen einzigen Clip. In sozialen Medien wären mehrere weitere Aufnahmen des zerstörten Gebäudes zu finden, ob als Foto oder Video.
Zudem wäre schnell die Presse vor Ort in Tel Aviv, um zumindest die Trümmer zu filmen. Doch kein seriöses Medium hat bisher berichtet (Stand 19.3.2026). Weder bei den internationalen Nachrichtenagenturen Reuters und AP, US-Medien wie CNN und «New York Times» oder israelischen Quellen wie «Haaretz» und der «Times of Israel» sind seit Kriegsbeginn Informationen zu solch einem Angriff zu finden.
Fehler im Video verraten Fälschung
Nach Analysen des Online-Tools «Deepfake-o-Meter», das Forscher an der University at Buffalo im US-Bundesstaat New York entwickelt haben, handelt es sich bei dem stark verschwommenen Clip um ein künstlich hergestelltes Video.
Augenscheinlich lassen sich im Video Ungereimtheiten feststellen:
- Bei der kleine Palme in der Mitte ist das Verhältnis zwischen Objekt und Schatten nicht dasselbe wie bei den anderen Bäumen. Die Palme ist deutlich kleiner als die beiden neben ihr, ihr Schatten hingegen länger.
- Die Blätter der dritten Palme von links scheinen keinen Schatten zu werfen. Man sieht nur den Schatten des Stamms.
- Das steinerne Objekt mitten auf dem Platz wirft einen Schatten, der nicht zu dessen Umriss zu passen scheint.
- Wind: In den Kronen der Palmen zeigt sich höchstens ein laues Lüftchen, der Staub aber bewegt sich schneller als die fliehenden Menschen.
- Physik: Dass eine Rakete ein ganzes Hochhaus vollständig zerstört und zum Einsturz bringt, ist eher ungewöhnlich. Zudem wirkt die Art und Weise, wie das Gebäude liegt, unnatürlich. Der Schwerkraft und Masse entspräche eher, wenn das Gebäude in sich zusammengebrochen wäre und Trümmer verteilt lägen.
(Stand: 19.3.2026)
