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Keine offizielle Kampagne der Bundesregierung

Das Plakat zeigt eine Fotomontage von Männern und Frauen, die mit freiem Oberkörper oder in Unterwäsche zu sehen sind. Sie haben ihre Hände über den Kopf gehoben, sodass ein kleines Dach über dem Kopf entsteht. «Wir bleiben zuhause. Weil die Hitze tödlich sein kann», steht auf dem Plakat. Darunter wird das Bundesministerium für Gesundheit als vermeintlich Verantwortlicher für die Kampagne genannt. Die Kampagne soll «Zusammen gegen die Hitze heißen» und unter dem Hashtag «wirbleibenzuhause» laufen.

Bewertung

Das Plakat ist eine Fälschung. Eine solche Kampagne des Bundesministeriums für Gesundheit zum Thema Hitze gibt es nicht.

Fakten

Eine Bilderrückwärtssuche zeigt, dass das Plakat lediglich in sozialen Netzwerken kursiert. Es lässt sich nicht auf das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zurückführen. Zudem liefert eine Websuche keinerlei Ergebnisse zu einer solchen Hitzekampagne des Ministeriums.

Fake ähnelt Kampagne während der Covid-19-Pandemie

Der Fake orientiert sich an einer echten Kampagne des BMG während der Covid-19-Pandemie, die damals unter dem Slogan «#WirBleibenZuhause» lief. In einem offiziellen YouTube-Video hatte der damalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Aktion beworben, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Unterstützt wurde die Kampagne zudem von einigen Prominenten, die unter dem Hashtag #WirBleibenZuhause Bilder von sich teilten, auf denen sie mit den Armen ein Dach über dem Kopf formen – wie in der aktuell verbreiteten Fotomontage.

Website gibt es nicht

Laut Plakat soll die Kampagne unter der Adresse «zusammengegendiehitze.de» erreichbar sein. Ein Aufruf der Domain zeigt jedoch, dass diese Website überhaupt nicht existiert. Auch der Text auf dem Plakat ergibt keinen Sinn. «Weniger Kontakte führen zu weniger Ansteckungen», heißt es dort.

(Stand: 29.6.2026)

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Politik, Gesellschaft

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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