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Video unterschlägt Handschlag zwischen Selenskyj und König Carl Gustaf

Der schwedische König Carl XVI. Gustaf war jüngst in der Ukraine zu Gast und hat dort dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die «volle Unterstützung» zugesagt. Doch verweigerte der König dem Präsidenten dennoch den Handschlag zur Begrüßung? Das geistert als Behauptung durch Social Media, angeblich bewiesen mit einem Video von Carl Gustafs Ankunft.

Bewertung

Das Video zeigt nur einen Teil der Begrüßungsszene. Die beiden gaben sich anschließend die Hand.

Fakten

Wer das Video in ganzer Länge sieht, erfährt die wahre Faktenlage: Nur wenige Sekunden nach der Ankunft des Königs gaben sich die beiden die Hand, der verbreitete Clip endet vorher.

Offensichtlich will jemand mit dem Clip Zweifel an der Natur der Beziehungen zwischen Schweden und der Ukraine säen. Es gibt derzeit keine Anzeichen für eine Verschlechterung des Verhältnisses zwischen den beiden Staaten. Im Gegenteil: Der Besuch des schwedischen Königs und des Außenministers sei ein «ein Beweis für die umfassende und unerschütterliche Unterstützung Schwedens», so eine Erklärung der schwedischen Regierung vom 17. April 2026. Dieser Besuch war der erste des Monarchen seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine.

Der ukrainische Präsident teilte seinerseits mehrere Bilder des Treffens auf X, darunter ein Video seines Händedrucks mit Carl XVI. Gustaf. Er präzisierte, dass die Gespräche sich auf die Unterstützung der Ukraine in den Bereichen Verteidigung, humanitäre Hilfe und Energie konzentrierten.

Im vergangenen Februar hat Schweden Militärhilfe in Höhe von mehr als einer Milliarde US-Dollar für die Ukraine angekündigt.

Russische Propaganda

In der oberen rechten Ecke des in den sozialen Medien geteilten Videoclips ist das Logo von RT zu erkennen. Der in der EU gesperrte russische Staatssender RT Deutsch gilt im Westen als Propagandainstrument des Kremls.

Auf Anfrage des schwedischen öffentlich-rechtlichen Senders SVT erklärte Hofinformationschefin Margareta Thorgren, es sei «falsch und abscheulich, dass die Dinge in Russland so dargestellt werden». «Bei dem gesamten Besuch ging es ja darum, dass Schweden die Ukraine unterstützt und ihr den Rücken stärkt», betonte sie.

Die schwedische Außenministerin Maria Malmer Stenergard sagte SVT: «Schwedens unerschütterliche Unterstützung für die Ukraine setzt Russland ganz offensichtlich so sehr unter Druck, dass es sich gezwungen sieht, die Realität zu verzerren.»

(Stand: 21.4.2026)

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Politik, Ukraine

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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