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Beschlagnahmte Schaufensterpuppe war Requisite bei Demonstration

Ein Video zeigt einen Polizisten, der eine Schaufensterpuppe in einen Polizeiwagen trägt. Darum herum stehen weitere Polizisten und mutmaßliche Pressevertreter. Ein Nutzer schreibt auf X, dass «die pakistanische Community» sich wegen der «unkeuschen Kleidung» der Puppe beschwert habe. Deshalb habe die Polizei die Puppe «beschlagnahmt».

Bewertung

Die Behauptung ist frei erfunden. Die Schaufensterpuppe war Teil einer Protestaktion zur Unterstützung der Gruppe Palestine Action und wurde als Requisite nach der Festnahme einer Demonstrantin sichergestellt.

Fakten

Wie die Metropolitan Police von London auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur klarstellte, war die Puppe Bestandteil einer Demonstration, die am 20. November 2025 vor dem Justizministerium in London stattfand. Die Demonstranten waren Unterstützer der propalästinensischen Protestgruppe Palestine Action, die von der britischen Regierung als terroristische Vereinigung eingestuft worden ist.

Die Schaufensterpuppe gehörte einer Demonstrantin, die im Zuge der Aktion verhaftet wurde. Aus diesem Grund nahmen die Beamten die Puppe mit und verluden sie ebenfalls in den Polizeiwagen.

Videos bestätigen die Angaben

Dieser Ablauf ist durch Videos bestätigt. Die Aufnahmen zeigen eine Frau während des Protests, die die Schaufensterpuppe im Arm hält. Als sie von den Polizisten abgeführt wird und in den Van steigt, wird auch die Puppe in den Wagen gehoben.

Ein ähnliches Video der Nichtregierungsorganisation «Amnesty International» dokumentiert dieselbe Situation. Darin wirft die Demonstrantin der britischen Regierung vor, internationales Recht zu brechen, indem sie Bürger daran hindere, ihre Meinung zu sagen – insbesondere, wenn es einen Genozid betreffe. Palestine Action sowie Menschenrechtsgruppen und UN-Organisationen werfen Israel vor, einen Völkermord an den Palästinensern in Gaza zu begehen.

Verbot von «Palestine Action»

Die propalästinensische Gruppe Palestine Action wurde im Sommer 2025 von der britischen Regierung als terroristische Vereinigung eingestuft und somit verboten. Diese Entscheidung ist umstritten und hat eine Welle der Solidarität für die Gruppe losgetreten.

(Stand: 16.6.2026)

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Nahost-Konflikt, Gesellschaft

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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