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Gerücht um Zwei-Euro-Abgabe auf Bankkonten ist frei erfunden

Mit der Sorge um das Ersparte lassen sich in sozialen Medien leicht Ängste schüren. Jüngst wird etwa behauptet, nach Plänen der Bundesregierung sollen ab Juli 2026 monatlich zwei Euro automatisch von jedem deutschen Bankkonto eingezogen werden. Die Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bezeichne die Maßnahme angeblich als «notwendigen Solidaritätsbeitrag» für Flüchtlinge aus der Ukraine, heißt es. Stimmt das?

Bewertung

Falsch. Dafür gibt es keinerlei Beweise. Es existiert weder ein entsprechender Gesetzentwurf noch ein Parlamentsbeschluss. Seriöse Medien berichten nicht über eine solche Maßnahme.

Fakten

Für einen angeblich automatischen Einzug einer Abgabe von Konten wäre eine gesetzliche Regelung notwendig. Daher müssten Gesetzentwürfe, Beschlüsse des Bundeskabinetts oder beschlossene Gesetze zu finden sein. Das ist aber nicht der Fall.

Es gibt keine entsprechende Gesetzesinitiative oder einen Kabinettsbeschluss der Bundesregierung, wie eine Suche auf der offiziellen Website der Pressestelle der Bundesregierung zeigt.

Im Bundestag wurde ein entsprechendes Gesetz weder eingebracht noch verabschiedet.

Zudem gibt es keine seriösen Berichte über eine solche Kontoabgabe, wie eine Google-Suche zeigt. Gäbe es solch eine Maßnahme tatsächlich, wären bei einer so weitreichenden Änderung für Millionen Bürgerinnen und Bürger vielfältige Berichte in den Medien zu finden.

Falschmeldungen über angebliche staatliche Sonderabgaben auf Bankkonten kursieren in sozialen Medien immer wieder. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) hat bereits mehrfach ähnliche Behauptungen widerlegt.

(Stand: 16.6.2026)

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Politik, Wirtschaft

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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