Die AfD hat bei den bisher wichtigsten Wahlen in diesem Jahr in Deutschland stark dazugewonnen. In Baden-Württemberg konnte sie ihr vorheriges Ergebnis fast, in Rheinland-Pfalz sogar mehr als verdoppeln.
«Die Serie der Wahlniederlagen der AfD reißt nicht ab», behauptet der Beitrag und verweist auf die Uckermark, wo ein AfD-Kandidat «krachend gescheitert» sei. In der Uckermark, einem Landkreis in Brandenburg, hatten die Wählerinnen und Wähler die CDU-Landrätin Karina Dörk gerade in ihrem Amt bestätigt.
Der Gegenkandidat von der AfD erhielt 40 Prozent der Stimmen. Bei der Wahl zum Kreistag war seine Partei im Juni 2024 mit 31,1 Prozent stärkste Partei geworden.
Doch daraus zu schließen, die AfD habe seit über einem Jahr bei keiner Wahl mehr dazugewonnen, ist schlicht falsch.
An der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026 hatten sich im 5,4 Millionen Wählerinnen und Wähler beteiligt. Die Grünen lagen am Ende knapp vor der CDU, aber mehr als eine Million Menschen machten ihre Kreuzchen bei der AfD. Die Partei, die dort vom Landesverfassungsschutz als Verdachtsfall beobachtet wird, konnte ihr Ergebnis um 9,1 Prozentpunkte auf 18,8 Prozent fast verdoppeln.
Noch deutlicher war der Zugewinn in Rheinland-Pfalz zwei Wochen später. Dort stimmten 19,5 Prozent der Wählerinnen und Wähler für die AfD, ein Plus von 11,2 Prozentpunkten verglichen mit der Landtagswahl vor fünf Jahren. An der Spitze lag die CDU mit einem kleineren Gewinn vor der SPD, die deutliche Verluste verbuchen musste.
Umfragen sagten Zugewinnen voraus
Diese Zugewinne hatten sich in Umfragen verschiedener Institute schon angekündigt. In Baden-Württemberg hatten die Demoskopen in den Wochen vor der Wahl der AfD zwischen 18 und 20 Prozent vorhergesagt. Auch in Rheinland-Pfalz lag das Ergebnis der sogenannten Sonntagsfrage mit ebenfalls 18 bis 20 Prozent recht nahe am tatsächlichen Abschneiden der AfD am Wahltag.
(Stand: 27.4.2026)
