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Autoabgase tragen zum Treibhauseffekt bei

Sollten wir alle mit Freuden weiter Diesel und Benzin tanken, weil Pflanzen durch das Kohlendioxid (CO2) aus dem Auspuff viel besser wachsen? Soziale Medien sind voll von solchen Behauptungen. Ein Nutzer fordert: «Fahrt den guten alten Verbrenner.» Was ist dran?

Bewertung

Solche Behauptungen sind irreführend. Zwar kann mehr Kohlendioxid kurzfristig Pflanzenwachstum fördern. Doch langfristige Folgen von zu viel CO2-Ausstoß sind Erderwärmung und Ozeanversauerung, die Pflanzen schaden können.

Fakten

Eine verkürzte und vereinfachte Darstellung des Kohlendioxid-Kreislaufs kann zu falschen Rückschlüssen führen. CO2, das in Autos durch die Verbrennung von Benzin oder Diesel entsteht, gelangt in den natürlichen Kreislauf.

Pflanzen brauchen nicht nur Kohlenstoff

Unter bestimmten Bedingungen kann CO2 das Pflanzenwachstum tatsächlich stimulieren. Das nennen Forschende den «CO2-Düngeeffekt». Nachgewiesen ist das vorwiegend in Gewächshäusern.

Doch mehr Kohlendioxid bekommt in diesen Versuchen nicht allen Pflanzen gleich gut. Abhängig von der Art wird nach Angaben des Umweltbundesamts sowohl von mehr als verdreifachtem als auch fast halbiertem Pflanzenwachstum berichtet.

Diese Effekte sind in der Regel ohnehin auf Experimente begrenzt und können in freier Natur durch Nährstoffmangel, Wassermangel und andere Umweltfaktoren stark eingeschränkt werden. Denn beispielsweise für das Pflanzenwachstum wichtige Stoffe wie Phosphor und Stickstoff kommen in der Natur nicht häufiger vor, nur weil es deutlich mehr Kohlendioxid in der Luft gibt. Beispielsweise warnt die Forschung, mehr CO2 in der Luft lasse den Nährstoffgehalt von Weizen sinken.

Menschengemachte CO2-Emissionen herausfordernd

Autoabgase gehören jedoch auch nachweislich zu den Treibern des Treibhauseffekts. Die überwiegende Mehrheit der wissenschaftlichen Studien und Expertengremien betont, dass die negativen Folgen der zusätzlichen CO2-Emissionen die potenziellen Vorteile bei weitem übertreffen.

Denn CO2 aus fossilen Quellen ist der wichtigste Treiber der globalen Erwärmung, mit weitreichenden Folgen für Wetter, Ökosysteme und Gesellschaft, zum Beispiel Wassermangel und eine höhere Wahrscheinlichkeit von Waldbränden. Ein weiteres Problem ist die Erwärmung und Versauerung der Ozeane. All das sind Prozesse, die Pflanzen schaden können.

(Stand: 13.2.2026)

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Klimawandel, Umwelt

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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