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Bild von angeblicher Evakuierung der US-Botschaft mit KI erstellt

Bei einem russischen Großangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew wurden am 24. Mai 2026 mindestens zwei Menschen getötet und 81 verletzt. Der Militärverwalter Tymur Tkatschenko bezeichnete die Attacke, gemessen an der Zahl der beschädigten Orte, als den größten Angriff Russlands seit Beginn der großangelegten Invasion. Moskau drohte im Anschluss mit weiteren schweren Attacken. Zudem forderte das russische Außenministerium ausländische Diplomaten auf, Kiew schnellstmöglich zu verlassen.

In den darauffolgenden Tagen verbreitet sich in den sozialen Medien die Behauptung, die US-Botschaft habe deshalb Kiew verlassen. Einige Nutzer teilen dazu eine Aufnahme, die zeigen soll, wie die Vertretung das Personal evakuiert. Stimmt das?

Bewertung

Das kursierende Bild wurde mit Künstlicher Intelligenz erstellt. Die US-Botschaft in Kiew hat die Behauptung der angeblichen Evakuierung zurückgewiesen. Die Vertretung sei geöffnet, es gebe keine Änderungen in ihrem Betrieb.

Fakten

Die US-Botschaft in Kiew hat den Gerüchten sowohl auf X als auch auf ihrer offiziellen Website widersprochen. Dort heißt es: «Die US-Botschaft ist geöffnet (…) gegenteilige Berichte sind falsch.» Gleichzeitig weist die Botschaft darauf hin, dass sie US-Bürgern aufgrund des bewaffneten Konflikts weiterhin dringend von Reisen in die Ukraine abrät.

Hinweise auf KI: Bild zeigt nicht das echte Botschaftsgelände

Die online verbreitete Aufnahme enthält Hinweise auf eine Fälschung. Eine Überprüfung des Botschaftsgeländes über Google Maps zeigt, dass keiner der Zugänge zur Botschaft dem auf dem Bild dargestellten Ort entspricht.

Darüber hinaus weist das Bild typische Merkmale KI-generierter Inhalte auf. So verläuft die Straßenmarkierung, die durch ein Fahrzeug teilweise verdeckt wird, mit zwei versetzten Fluchtpunkten – ein häufiger Fehler bei KI-generierten Bildern.

Zusätzliche Hinweise liefert die sogenannte SynthID, ein unsichtbares digitales Wasserzeichen, das Google und OpenAI zur Kennzeichnung KI-generierter Inhalte einsetzen. Eine Analyse mit Googles SynthID-Erkennungstool ergab, dass das Bild «ganz oder teilweise mit KI-Tools von Google erstellt» wurde. Nach Angaben des Unternehmens bleibt dieses Wasserzeichen auch nach Bearbeitungen wie Zuschneiden oder dem Hinzufügen von Filtern erhalten und soll eine transparente Identifizierung KI-generierter Inhalte ermöglichen.

(Stand: 11.6.2026)

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Künstliche Intelligenz, Ukraine

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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