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Video zeigt «Unite the Kingdom»-Demonstration im September 2025

In London sind erneut Zehntausende Menschen einem Aufruf des Rechtsextremisten Tommy Robinson zu einer Großdemonstration gefolgt. Fotos und Videos davon verbreiten sich in den sozialen Netzwerken, auch im deutschsprachigen Raum. Ein Video zeigt Demonstranten auf einer Brücke über die Themse nahe des Parlaments. Der Beitragstext erweckt den Eindruck, dass es vom 16. Mai 2025 sei.

Bewertung

Nicht aktuell. Das Video zeigt eine von Robinson organisierte Demonstration im September 2025.

Fakten

Unter dem Motto «Unite the Kingdom» fanden sich am 16. Mai Polizeiangaben zufolge rund 60.000 Demonstranten in London ein. Sie sprachen sich vor allem gegen Migration nach Großbritannien aus.

Doch das Video, das eine große Menschenmenge auf der Westminster Bridge auf dem Weg Richtung Westen zum Parlamentsgebäude mit dem berühmten Big Ben zeigt, stammt nicht von dieser Demonstration. Eine Bilderrückwärtssuche mit einem Screenshot führt zu Treffern vom 13. September 2025. Schon damals hatte Robinson zu einer «Unite the Kingdom»-Demonstration in London aufgerufen.

Anders als im Mai 2026 hielten sich Demonstranten damals auch südlich beziehungsweise östlich der Themse auf. Die aktuelle Demonstration fand Berichten zufolge hingegen in Stadtteilen am anderen Ufer des Flusses statt und endete auf dem Parliament Square. Diese Route war zuvor von der Metropolitan Police angekündigt worden.

Überhöhte Angaben zur Teilnehmerzahl

Die Polizei musste am Samstag Teilnehmer der rechten Demonstration von einer pro-palästinensischen Kundgebung mit rund 20.000 Teilnehmenden trennen. Später teilte sie mit, dass im Zusammenhang mit der rechten Demonstration 20 Menschen festgenommen worden seien, 12 weitere bei der Demonstration zum Konflikt im Nahen Osten.

Die Zahl von 60.000 Teilnehmenden bei Robinsons Demonstration findet sich in einem Bericht der BBC, die sich auf Polizeiangaben berief, jedoch von einer «frühen Schätzung» schrieb. Robinson selbst schrieb ohne glaubwürdige Belege von «Millionen» Teilnehmenden. Bereits im September hatte er deutlich überhöhte Zahlen genannt.

Die jüngste Demonstration hatte schon im Vorfeld für Aufsehen gesorgt, weil die britischen Behörden rechten und rechtsextremen Aktivisten aus anderen Ländern die Einreise verweigert hatten. Dazu zählte ein AfD-Europaabgeordneter.

(Stand: 18.5.2026)

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Politik, Gesellschaft

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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