Bewertung
Das Bild aus der Raumkapsel stammt aus einem Interview und weist keine Spuren einer Manipulation auf. Die angebliche Studio-Szene hingegen ist eine Fälschung.
Fakten
Eine Bilderrückwärtssuche mit dem unteren Motiv führt zu einem Video, in dem die Besatzung vom ABC-Journalisten Gio Benitez interviewt wird. Weder während die Astronautin Christina Koch spricht noch an anderen Stellen der Aufnahmen gibt es Hinweise auf eine Manipulation.
Es gibt zudem weitere Videos aus derselben Kameraperspektive, zum Beispiel während eines Gesprächs mit US-Präsident Donald Trump. Die Crew trägt hier andere Kleidung und hat teilweise die Plätze getauscht, doch der Hintergrund stimmt exakt mit dem ABC-Video überein.
Details beweisen Manipulation
In beiden Videos sind deutlich Christina Kochs lockige, lange Haare zu erkennen. Auf dem gefälschten Studio-Bild ist ihre Frisur hingegen deutlich kürzer und verschwimmt mit dem grünen Hintergrund. Die vier Astronauten wurden offensichtlich aus einem Bild des ABC-Videos ausgeschnitten.
Darauf deuten weitere Details hin:
- Bei Kommandant Reid Wiseman (direkt links neben Koch) scheint der Arm zu fehlen. Neben der Schulter sieht man lediglich die Finger seiner rechten Hand, die im echten Video auf einem Netz mit Ausrüstung liegt. Auf der Originalaufnahme ist sein Arm durch das Netz verdeckt.
- Vor dem Bauch von Jeremy Hansen (ganz links) ist im Original ein Stück Gurt zu sehen, das auf der gefälschten Studioaufnahme fehlt. Es ist jedoch nicht möglich, mit der Greenscreen-Technologie nachträglich etwas an Stellen eines Bildes einzublenden, die eine andere Farbe als der grüne Hintergrund haben.
- Außerdem scheint Hansen nur an zwei Gurten im Bauch- und Brustbereich zu hängen und dabei seine Beine aus eigener Kraft hochzuhalten – nahezu unmöglich bei Erdgravitation.
- Im Bereich von Koch und Wiseman ist nur ein einziger Gurt zu erkennen, an dem beide zusammen zu hängen scheinen, was bei ihrer Körperposition kaum vorstellbar ist.
Das Bild wurde also offensichtlich gefälscht, um Zweifel an der Echtheit der «Orion»-Bilder zu sähen.
(Stand: 14.4.2026)
